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Schwere Wanderungen Schellschlicht Ammergauer Alpen

Titelbild: Schellschlicht Ammergauer Alpen    Artikel verfasst von:

Schellschlicht (schwer, 1500hm, 6:30h)

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Die Rundtour zum Schellschlicht (2053m) ist eine wahre Bilderbuchwanderung! Unberührte Bergwälder, schmale Pfade und herrliche Aussicht in alle Himmelsrichtungen – nicht viel los, so soll es sein! Allerdings muss man ein gutes Pfund Kondition und Bergerfahrung mitbringen, um diese Tour auch genießen zu können! Tourentipp in den Ammergauer Alpen!

Zusammenfassung Schellschlicht

  • Art: Schwere Bergwanderung
  • Höhenmeter: ca. 1500hm im Auf- und Abstieg
  • Gehzeit: Aufstieg ca. 3:30h, Abstieg ca. 3:00h
  • Kondition: hohe Anforderungen; nur ausdauernden Sportlern zu empfehlen
  • Technik: steile Passagen, die u.U. mit Drahtseilen versichert sind; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
  • Ausrüstung: Wanderausrüstung
  • Rundtour: ja

Anfahrt Schellschlicht

  • Adresse fürs Navi: Griesen 7, 82467 Garmisch-Partenkirchen, dann noch kurz auf Hauptstraße halten dann rechts Wanderparkplatz (GPS: 47.477866, 10.940586)
  • Routenplaner: Anfahrt Schellschlicht
  • Im Detail: A95 München-Garmisch bis Autobahnende, durch Oberau und den Tunnel. Kurz hinter dem Tunnel rechts abzweigen nach Fernpaß / Reute. Weiter auf der B23 bis Griesen (österreichische Grenze). Kurz vor dem Ortsende von Griesen befindet sich noch vor einer Brücke rechts ein kleiner Wander-Parkplatz.
  • Mit Bus & Bahn: Griesen (Oberbayern) wird von der Bahn im 2-Stundentakt von Garmisch-Partenkirchen angefahren. Genaue Info bei der Deutschen Bundesbahn.

Wegpunkte

Griesen (815m) – Schellalm (1479m, 2h) – Hoher Brand (1764m) – Brandjoch (1957m) – Schellschlicht (2052m, 3:30h) – Sunkensattel  (1672m) – Griesen (6:30h)

Aufstieg Schellschlicht

Vom Parkplatz (am westlichen Ortsende) folgt man der Beschilderung Richtung “Plansee” und “Schellschlicht” auf einer Forststraße entlang der Neidernach (Gebirgsbach). Man wandert auf der Fortstraße entlang des weitläufigen Bachbetts bis vor die dritte Brücke. Hier weist ein verstecktes Schild Richtung “Schellschlicht” (Weg 251). Hier zweigt man rechts ab und gelangt nach wenigen Metern auf einen schmalen Pfad. Diesem Pfad folgt man nun in vielen Spitzkehren durch wunderschönen Bergwald bis zur idyllischen Schellalm. Auf dem Weg dorthin wird einmal die Schellaine (Bach) auf einer Brücke überquert. An der Alm empfiehlt sich eine kurze Pause, um den wirklich sagenhaften Blick auf das südlich liegende Zugspitzmassiv auf sich wirken zu lassen!

Nach der Schellalm geht es noch wenige Höhenmeter in lichtem Bergwald bergauf, bevor man die Baumgrenze überschreitet und direkt in spärlich bewachsenes Schrofengelände wechselt. Kurz vor dem Hohen Brand muss eine kurze Kletterstelle (Trittbügel und Stahlseil) unschwierig überwunden werden, bevor der Weg wieder harmlos Richtung Brandjoch zieht. Ein steil abfallender Plattenschuss wird nicht gequert, sondern am oberen Ende passiert (Wegführung unübersichtlich!). Hinter dem Brandjoch in wenigen Minuten über den ansprechenden Gratverlauf bis kurz vor den Gipfel. Bis man am Gipfelkreuz des Schellschlicht steht, muss noch eine etwa 2m hohe Felsstufe erklommen werden (Gehzeit ab Schellalm: ca. 1:30h).

Am Gipfel hervorragender Blick auf weitere lohnende Tourenziele in der Umgebung wie Hoher Ziegspitz, Kramerspitze oder Thaneller. Nicht zu übersehen ist auch der gegenüberliegende Jubiläumsgrat in all seiner Pracht!

Abstieg Schellschlicht

Vom Gipfel zieht ein steiler Pfad Richtung Osten hinunter, dem man nun mit großer Vorsicht folgt (Weg 252). Das Gelände ist vor allem auf den ersten 200hm bröslig und steil abfallend, weshalb jeder Tritt mit Bedacht gesetzt werden sollte! Danach leichter die Bergflanke querend und später wieder einige Höhenmeter aufsteigend zum Sunkensattel. Dort rechts (beschildert) Richtung “Griesen”. Ab hier in unzähligen Spitzkehren steil talwärts bis man unvermittelt den Aufstiegsweg kreuzt und auf diesem zum Ausgangspunkt zurückwandert.

Hinweise

  • Keine Einkehrmöglichkeit auf der Tour, Brotzeit einpacken :-)
  • Bei Nässe im Gipfelbereich erhöhte Rutschgefahr!
  • Auch in umgekehrter Richtung möglich: unbeschilderter Abzweig zum Sunkensattel bei gelben Punkt an Baum; ca. 10 Minuten nach Abzweig im Tal. Wer an der Brücke über die Schellaine steht, ist ca. 100 Meter zu weit gelaufen.

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Karte & Höhenprofil

- Download GPS-Track >
- Tipp: Tourenbericht und GPS-Track offline nutzen >

Bilder Schellschlicht

Bewertung der Tour

Schellschlicht (schwer, 1500hm, 6:30h) https://www.bergtour-online.de/wp-content/uploads/2014/06/schellschlicht-ammergauer-alpen-001-pmsxx.jpg
Aussicht
Aufstieg
Abstieg
Natur
Verkehr & Trubel

Zusammenfassung: Absoluter Tourentipp für fitte Bergsteiger! Besser gehts fast nicht: Natur, Aussicht und Bergeinsamkeit perfekt kombiniert in einer großen Rundtour! Tipp!

4.9


Bewertung der User: 3,9 (10 Bewertung)

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33 Kommentare zu Schellschlicht (schwer, 1500hm, 6:30h)

  1. Juergen sagt:

    Am letzten Montag war ich nochmal auf der Schellschlicht.
    Wie bereits beschrieben, muss man den Abzweig von der Forststrasse suchen. Die Tour zeigt speziell heuer die Konditionsdefizite sehr deutlich ist aber sehr schön und ruhig.

    Mit Hund würde ich die Tour nicht gehen, weil es einerseits doch eine Kletterstelle gibt und andererseits der Weg stellenweise sehr steil ist. Das dürfte den geliebten Vierbeiner an die Grenzen SEINER Kondition bringen

  2. Robert sagt:

    Servus,

    ich war heute dort bei bewölktem Himmel und bin die Tour wie beschrieben im Uhrzeigersinn gegangen. Habe auf der ganzen Überschreitung keinen einzigen Menschen gesehen.
    Der Abstieg auf der Ostseite hat es in sich, sind einige für mein Empfinden unangenehme Stellen dabei, vor allem gleich nach dem Gipfel aber auch weiter unten.

    • Fritz sagt:

      Vielen Dank Robert für Deinen Kommentar! Sollten wir in der Beschreibung etwas optimieren? Viele Grüße

      • Robert sagt:

        Danke, Fritz, vielleicht könnt ihr den Hinweis einfügen, dass es nach den von Euch schon erwähnten oberen 200 hm auf der Ostseite auch weiter unten im Weg einige rutschige und ausgesetzte Stellen gibt. Wer sich unsicher ist, soll lieber westseitig absteigen.

  3. Flo sagt:

    Juli 2020, sehr schöne Tour aber das Stück durch den Wald zieht sich sowohl beim Auf- als auch beim Abstieg echt in die Länge.
    Zur Abzweigung am Anfang: Am besten vor (!) der dritten Brücke den „Waldweg“ (keine echte Forststraße, bisschen verwildert) rechts reingehen. Dort (rechts vom Hauptweg, am linken Wegrand der Abzweigung) hängt tatsächlich (auch noch ein altes Holzschild am Baum und der Weg 251 ist mit einem kleinen Metallschild am Baum rot weiß markiert. Beide hängen aber so so ungünstig (und teils von Sträuchern verdeckt), dass man sie vom Hauptweg aus kaum entdeckt. Vorsicht: Direkt nach der zweiten Brücke zweigt nach rechts eine breite gekieste Forststraße ab – die ist eine zu früh! Und nach der dritten Brücke nochmal das gleiche, dann seid ihr schon zu weit. Hat uns eine gute halbe Stunde gekostet, bis wir den richtigen Weg dazwischen gefunden hatten.

  4. Antje Genzel sagt:

    Ich habe die Tour bereits in 2019 versucht und über der Hütte abgebrochen, da die Kletterstelle für meinen Hund zu schwierig war. Würde es gern nochmal probieren, hat es schon mal jemand mit Hund geschafft?

  5. Christoph sagt:

    März 2020.
    Es liegt noch sehr viel Schnee oben. Achtung: das Schild, das einen am Anfang auf den nach rechts aufsteigenden Pfad lotsen soll, existiert nicht mehr. Geht nicht zu lange am Flussbett entlang – es ist die Abbiegung nach der zweiten Brücke. An Holzstapeln geht es rechts hoch, an dieser Kreuzung ist ein unauffällig kleines Schild am Baum mit 250/251 darauf.

    Viel Spaß!

  6. Jürgen sagt:

    Servus Bergfreunde,
    die Tour bin ich 2014 gegangen. Die Beschilderung war damals sehr dürftig und scheint jetzt besser zu sein. Ich habe damals den rechten Weg für Auf- und Abstieg gewählt, was wegen des abgerutschten Wegs kurz vor dem Gipfel etwas qualvoll war.
    Aber die Gipfelaussicht war die beste Belohnung.
    Insgesamt eine tolle Bergtour, die ich heuer wieder gehen möchte, allerdings Auf- und Abstieg linker Hand :).

    PS: Super Webseite habt Ihr da!

  7. Christine sagt:

    Sind diese Wanderung gestern gegangen – traumhaft! Zeitangaben passen, auch sonst alles wie beschrieben. Und das Panorama wenn man oben ist nicht zu überbieten. Gut ausgeschildert bzw. wenig Möglichkeiten falsch abzubiegen, perfekt! Jederzeit wieder.

  8. Gitta sagt:

    Hallo, ich überlege, ob ich die Tour machen soll. Ich komme schon seit 30 Jahren zum Bergwandern nach Grainau und habe schon einiges “abgegrast”. Den meisten Respekt hatte ich auf den letzten Metern zum Kramerspitz – da habe ich mich wegen dem Geröll nicht wohlgefühlt, habe es aber durchgezogen. Steiles Gelände ist kein Problem.
    Bei der hier beschriebenen Wanderung wird auch auf Geröll hingewiesen. Soll ich die Wanderung alleine wagen? Bin mir unsicher. Ist es schlimmer als beim Kramer? Dann lass ich es besser.

  9. Peter Füngeling sagt:

    Hallo liebe community,

    ich hab eine Frage bezüglich des Schwierigkeitsgrads dieser Wanderung, die mich wenn ich ehrlich bin schon sehr fasziniert! Hintergrund ist, dass ich mit ein paar Freunden gerne die Wanderung unternehmen möchte, wir uns aber einfach unsicher sind, besonders der punkt
    “gutes Pfund Kondition und bergerfahrung” ist da ein wenig der Knackpunkt. Wir sind alle Mitte 20 und sehr sportlich, haben allerdings noch kaum Erfahrung mit Wanderungen im alpinen Gelände.

    Geht es hier um etwas steilere Stellen, oder um überspitzt formuliert 90grad Wände die erklommen werden müssen, videos auf YouTube zur Wanderung sahen in jedem Fall alle machbar aus(natürlich ist der Aussage wert hier begrenzt)

    Ich würde mich sehr freuen wenn einer die kniffligen stellen kurz beschreiben könnte, wir wollen uns ja selbstverständlich nicht in Gefahr bringen, glauben allerdings auch dass wir im puncto koordination relativ fit sind.

    Ich freue mich über jede Antwort
    Liebe Grüße Peter

    • Benedikt sagt:

      Servus Peter,

      Danke für Deine Nachfrage! Im Prinzip steht alles Wesentliche in unserer Beschreibung: Ihr solltet auf jeden Fall trittsicher und schwindelfrei sein. Die kurzen Kletterstellen im Aufstieg sind entweder mit Stahlseilen entschärft oder einfach zu erklettern. Unsicherheit kann eher bei den kurzen Passagen mit lockerem Geröll (vor allem im oberen Teil des Abstiegs) aufkommen. Wenn ihr also schon eine gewisse Bergerfahrung habt und fit seid, solltet Ihr keine Probleme haben!
      Lass uns doch wissen, wie es Euch ergangen ist…

      Viele Grüße
      Fritz & Benedikt

  10. Herbert sagt:

    Heute oben gewesen. Diesmal in Gegenrichtung. Coole Tour. Nur die Bremsen im unteren Bereich nerven.

    • Benedikt sagt:

      Servus Herbert!

      herzlichen Glückwunsch zu dieser super Gipfeltour! Gegen die Bremsen können wir leider auch nix unternehmen :-)

      Viele Grüße
      Fritz & Benedikt

  11. Lou sagt:

    Absolute Traumtour! Der Aufstieg ist der Hammer und die Aussicht ab Schellalm und insbesondere vom Gipfel kaum zu toppen. Nur der Abstieg zieht sich ziemlich und ist stellenweise recht steil. Unbedingt Stöcke mitnehmen!

  12. Markus sagt:

    Servus, habe den Schellschlicht heute bei schönstem Wetter gemacht, wirklich eine schöne und abwechslungsreiche Tour. Die Beschreibung des Aufstiegs ist sehr gut, beim Abstieg sollte vielleicht noch darauf hingewiesen werden, dass es auch im unteren Bereich noch zwei Mal zum Teil recht steile Anstiege gibt (meine müden Beine ware nicht begeistert!). Auch ein Hinweis, dass die Schellalm nicht bewirtschaftet ist und es erst nach ca. 5 Stunden eine Möglichkeit gibt, die Wasservorräte aufzufrischen, wäre nicht verkehrt.

  13. Andreas Kulse sagt:

    Habe die Tour am gestrigen Sonntag gewagt und bin absolut begeistert!

    Der Aufstieg war schneebedingt etwas knifflig, der Abstieg zum glück schneefrei.

    Eine meiner schönsten Touren bisher!

    Grüße
    Andi

  14. Noah sagt:

    Wie sehen aktuell die Schneeverhältnisse aus ? Kann man die Tour schon machen?

  15. Michel sagt:

    Würde die Wanderung gerne machen, aber lassen das aktuelle Wetter-Konditionen zu?

  16. harald faldner sagt:

    geht nicht besser, traumhaft

    • Benedikt sagt:

      Servus Harald,

      ganz Deine Meinung – eine super Tour!
      Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch wünschen

      Fritz & Benedikt

    • Domi sagt:

      Servus zusammen, ich war heute ist sehr viel Schnee aber trotzdem wunderschön 😊
      Aufsteig- 5,5h
      Absteig -3h
      Schnee bis Knie manchmal bis Gürtel …
      war sehr sehr schwierig aber kann man schaffen…

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