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Schwere Wanderungen Die markante Soiernspitze von Westen

Titelbild: Die markante Soiernspitze von Westen   Artikel verfasst von:

Soiernspitze (schwer, 1450hm, 8:00h)

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Die Besteigung der Soiernspitze (2257m) und die anschließende Gratüberschreitung nach Westen gehört zu den schönsten Rundtouren in der Region um Garmisch/Mittenwald. Insgesamt sieben Gipfel ersteigt man auf der langen und anstrengenden aber sehr aussichtsreichen Tour! Man sollte früh starten und ausreichend Essen und Trinken einplanen. Absoluter Tourentipp für ausdauernde und erfahrene Wanderer!

Zusammenfassung Rundtour Soiernspitze

  • Art: Schwere Bergwanderung
  • Höhenmeter: ca. 1750 hm im Auf- und Abstieg
  • Gehzeit: Aufstieg Soiernspitze ca. 3h,  Grat: ca. 3h, Abstieg ca. 2h
  • Kondition: hoch, sehr lange Tour
  • Technik: Mittel, schmale Steige, Trittsicherheit erforderlich
  • Ausrüstung: Wanderausrüstung, ausreichend Wasser!
  • Rundtour: Ja, lange Runde – Ansonsten natürlich Abstieg von Soiernspitze wie Aufstieg möglich.

Anfahrt Wanderung Soiernspitze

  • Adresse fürs Navi: Seinsbach 2, 82481 Mittenwald
  • Anfahrt im Detail: A95 München Garmisch; weiter über die B2 Garmisch – Mittenwald. Beim Naturcampingplatz Isarhorn (rechte Straßenseite) nach links (Osten) abbiegen. Der mittleren Straßenverzweigung steil nach oben folgen und nach etwa 100m auf den großen Wanderparkplatz (kostenlos) nahe des Schießstandes.
  • Routenplaner: Anfahrt Wanderparkplatz Seinsbach von München (107km, 1:26h)

Wegpunkte Rundtour Soiernspitze

Parkplatz (900m) – Vereinalm (1406m) – Soiernspitze (2257m) – Reißende Lahnspitze (2209m) – Feldernkopf (2071m) – Feldernkreuz (2048m) – Seinskopf (1961m) – Signalkopf (1885m) – Lausberg (1895m)

Beschreibung Aufstieg Soiernspitze

Vom Parkplatz folgt man zunächst der Beschilderung Richtung Fereinalm über die breite Forststraße (Vorsicht: auch bei Mountainbikern sehr beliebt!). Nach ca. 15 min hat man die Möglichkeit, an der beschilderten Abzweigung „Vereiner Alm über Jägersteig“ abzuzweigen (schöner, einfacher Steig mit kleinen Wasserfällen; ca. 10 min länger). Ca. 1km vor der Vereiner Alm treffen beide Wege wieder aufeinander. Der Weg zur Alm zieht sich aufgrund der Länge etwas hin, man wird aber durch immer neue Eindrücke der Nordflanke des Wörners entschädigt.

Nach ca. 1:30h erreicht man den kleinen Vereinsee und die gleichnamige Alm und wendet sich auf dem Wiesengelände nach links (Norden, Beschilderung Richtung Soiernhaus). Man steigt durch Wald- und Latschengürtel bis zu einer Scharte, in der sich die Wege zu Soiernhaus (geradeaus) und Soiernspitze (links) trennen. Wir steigen zur Soiernspitze weiter bergauf über den schrofigen Gipfelaufbau, teilweise ziemlich steil und in vielen Spitzkehren. Das Gipfelkreuz wird erst zuletzt sichtbar.

Am Gipfel der Soiernspitze angekommen hat man einen weitreichenden Blick auf das Karwendelgebirge im Süden und die tiefliegenden Soiernseen im Norden. Richtung Westen liegt der weitere Gratverlauf, den wir bei der nun folgenden Umrundung des Soiernkessels bis zur Schöttelkarspitze überschreiten werden!

Jetzt kann man sich entscheiden: Entweder auf dem Anstiegsweg zurück oder die lange Runde nehmen. Wir empfehlen natürlich die Runde über den Grat :)

Beschreibung Gratwanderung Soiernspitze

Der weitere Wegverlauf am Grat ist zum einen gut markiert und beschildert (immer Richtung Schöttelkarspitze), zum anderen durch den deutlich ausgetretenen Pfad vorgegeben. Zunächst folgt man dem Grat, später weicht der Pfad meist in die Südflanke aus, bis man zum Gipfelaufbau der Reißenden Lahnspitze gelangt. Das letzte Stück zum Gipfelkreuz überwindet man in leichter Kletterei in wenigen Minuten. Auf schmalen Pfaden in gleichbleibender Schwierigkeit gelangt man nun zu Feldernkopf und Feldernkreuz. Hier muss man sich entscheiden, ob man die direkt vor der Nase liegende Schöttelkarspitze auch noch mitnimmt (+40 Minuten) oder die Querung Richtung Seinskopf antritt.

Beschreibung Abstieg nach Grat

Man folgt weiter dem Steig und steigt auf diesem etwas hinab zu einem Wiesensattel (hier kann auch schon nach links abgestiegen werden, ist aber tw. unschön bzw. durchweg steil). Man folgt also besser dem Gratweg leicht hinauf und gelangt zum Seinskopf (zuletzt kleine leichte Kletterei). Hier gibt es nochmal einen schönen Blick zur Schöttelkarspitze und zum Walchensee.

Vom Gipfel des Seinskopf folgt man immer noch dem latschenbewachsenen Gratverlauf bzw. markierten Steig links bis zum Signalkopf. Von hier geht es im Sinkflug nach unten: in unzähligen, steilen Spitzkehren zieht der Pfad nach unten und bringt uns wieder auf die Forststraße, der wir nach rechts (Westen) zum Ausgangspunkt folgen. Spätestens am Parkplatz freuen sich die Beine nach der „Soiern-Umrahmung“ auf etwas Erholung – garantiert!

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Hinweise

  • Einkehrmöglichkeit in der Vereinalm (ca. 1:30h vom Parkplatz, auch als Fereinsalm, Vereiner Alm in Führern und Karten benannt). Die Alm ist privat und verfügt über keine Homepage. Im Zweifelsfall besser eine eigene Brotzeit mitnehmen!

Karte & Höhenprofil Soiernrunde

- Download GPS-Track > erzeugt mit www.gpsies.com
- Tipp: Tourenbericht und GPS-Track offline nutzen >

Bilder Rundtour Soiernspitze

Bewertung Rundtour Soiernspitze

Soiernspitze (schwer, 1450hm, 8:00h) Benedikt
Aussicht
Aufstieg
Abstieg
Natur
Verkehr & Trubel

Zusammenfassung: Die große Soiernrunde ist eine abwechslungsreiche Ganztagestour für ausdauernde Bergsteiger mit wirklich grandiosen Weit- und Tiefblicken. Nach der Tour wird jeder seine Füße spüren, das ist garantiert... Man wird jedoch entsprechend belohnt! Tourentipp!

4.4


Bewertung der User: 3,7 (8 Bewertung)

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12 Kommentare zu Soiernspitze (schwer, 1450hm, 8:00h)

  1. Sabine sagt:

    Eine wirklich tolle Tour, auch wenn wir sie etwas abgewandelt haben!
    Anstatt einer Tagestour haben wir daraus eine kleine Hüttentour gemacht.
    Am ersten Tag sind wir zur Vereiner Alm gelaufen, allerdings von Krün anstatt von Mittenwald aus. So wird die Strecke etwas länger, gleicht trotzdem eher einem ausgiebigen Spaziergang. Außerdem haben wir den Weg über den Jägersteig gewählt, da dieser wirklich um einiges schöner ist als die eintönige Forststraße.
    An der Vereiner Alm haben wir die eine Nacht in der relativ neuen und wunderschönen Krinner-Koffler-Hütte verbracht, die direkt nebenan liegt. Die Route des ersten Tages ist zwar eher eine halbtages Tour, jedoch ist die Lage der Krinner-Koffler-Hütte so schön, dass wir dort gerne noch einige entspannte Stunden am Nachmittag verbringen!
    Auch die Bewirtung in der Vereiner Alm ist gastfreundlich, das Essen (auch Frühstück) und der Kuchen sind lecker.

    Am zweiten Tag haben sind wir dann weiter der Route gefolgt. Hoch zur Soiernspitze, von der aus man wirklich eine grandiose Aussicht hat, und weiter über den Grat bis zur Schöttelkarspitze.
    Die gesamte Strecke auf dem Grat befindet man sich auf der Sonnenseite mit Blick auf das schroffe österreichische Karwendel, während sich zur Rechten der Talkessel mit den Soiernseen befindet. Die Aussicht ist während der gesamten Route fantastisch.
    Anstatt wieder abzusteigen, sind wir dem Weg wieter hinunter in den Talkessel gefolgt zum Soiernhaus, wo wir unsere zweite Nacht verbracht haben.

    Am nächsten Morgen ging es dann wieder hoch zur Schöttelkarspitze und von dort aus über den Seinskopf zurück runter nach Krün. (Ab dem Soiernhaus kann man auch über die Fischbachalm absteigen.)

    Da die Route mit zwei Übernachtungen sehr entzerrt ist, konnten wir uns wirklich viel Zeit lassen und die tolle Aussicht von jedem der Gipfel aus genießen. Außerdem lohnt es sich bei der tollen Lage der Hütten ein bisschen mehr Zeit am Nachmittag zu haben.

    Vielen Dank für die tolle Routenbeschreibung, die uns als Anhaltspunkt gedient hat und uns überhaupt erst auf die Idee für diese Tour gebracht hat!

  2. EJ sagt:

    Grandiose Tour mit tollen Aussichten und ordentlich Höhenmetern. Falls man den Aufstieg zur Vereiner Alm auf der breiten Forststraße vermeiden möchte, gibt es auf der anderen Talseite parallel dazu den Jägersteig (Schöner, einfacher Steig mit kleinen Wasserfällen, 10min länger). Etwa 15min nach Beginn der Tour kommt die beschilderte Abzweigung „Vereiner Alm über Jägersteig“. Ca. 1km vor der Vereiner Alm kommen dann beiden Wege wieder zusammen.

    Auf der Schöttelkarspitze waren heute ebenso Mountainbiker unterwegs:)

    • Benedikt sagt:

      Servus Julien,

      Glückwunsch zu dieser tollen Runde! Herzlichen Dank auch für den Tipp mit dem Jägersteig, das probieren wir das nächste Mal auch aus!!

      Viele Grüße
      Fritz & Benedikt

  3. Leo sagt:

    Moin, kann man diese Tour auch jetzt schon, 6. Mai, wandern? Ggf. auch nur hoch zur Soiernspitze und wieder zurück? Läuft man über Eis? Freue mich auf Eure Erfahrungen. Vielen Dank im Voraus. LG Leo

  4. Christian Erdmenger sagt:

    Bin die Tour gestern etwas anders gegangen:
    Auf dem Forstweg knapp 30 min bergauf bis der sich das erste Mal wieder senkt, dann links am Wegweiser hinauf den knieschonenden :) Anstieg über den Lausberg (es sind übrigens 117 Kehren), dann zur Soiernspitze, dann in den Kessel hinunter zum Soiernhaus (da gibt’s eine legendäre Leberknödelsuppe), dann zur Schöttelkarspitze, ein kleines Stückchen zurück in Richtung Lausberg (das Stückchen sind wir auf dem Anstieg schon gelaufen) und dann beim Wegweiser Schaf…(erinnere den Namen nicht mehr genau) den von Dir als „tw. unschön bzw. durchweg steil“ beschriebenen Weg zur Forststraße hinunter und zurück zum Parkplatz. Den Weg find ich nicht so schlimm, steil ist nur das Stück das man schon von oben sieht.
    Meine Netto-Gehzeit war knapp 9 Stunden. Ich schätze mal so 25 km. Das ist eine fast perfekte Rundtour mit nur wenigen 100m doppelt gelaufener Strecke und minimierter Forststraßenlänge.
    Krasses Highlight: Auf dem Gipfel der Schöttelkarspitze habe ich 3 Mountainbiker getroffen!

  5. Anke Hornbach sagt:

    Eine großartige Runde! Ich habe selten so viel Weitblick in alle Richtungen erlebt! Wir haben den Aufstieg über den Lausberg und den Abstieg über die Vereinalm gewählt. So hat man die vielen Kehren im (meines Erachtens) anstrengenden, aber knieschonenderen Aufstieg und den Hatscher über den Forstweg zurück zum Auto, sozusagen als „Auslaufen“.

  6. Martin S. sagt:

    Achtung, die Karte und Hoehenprofil beschreiben den schnelleren Abstieg, der als „tw. unschön bzw. durchweg steil“ beschrieben wird.

    Der laengere Rueckweg ueber den Seinskopf ist nichts fuer Wanderer mit Hoehenangst!

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