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Schwere Wanderungen Der Schildenstein

Titelbild: Der Schildenstein   Artikel verfasst von:

Schildenstein (schwer, 900hm, 5:45h)

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Der Schildenstein (1613m) ist ein Klassiker unter den Bayerischen Voralpen. Der bekannte Aufstieg über die tolle Wolfsschlucht verlangt Tritt- und Schwindelfreiheit und ist landschaftlich ein echtes Vergnügen – auch wenn es mal richtig steil wird und Stahlseile zur Hilfe genommen werden. Der Abstieg erfolgt über die im Sommer bewirtschaftete Königsalm über aussichtsreichen und recht einfachen Steig. Insgesamt eine tolle, lohnenswerte Rundwanderung Nahe des Tegernsees, die entsprechenden Zulauf findet. Wer sich die Wolfsschlucht nicht zutraut kann natürlich auch einfach auf dem beschriebenen Abstiegsweg über Gaißalm aufsteigen – Alle Wege sind sehr gut beschildert.

Zusammenfassung Schildenstein

  • Art: Schwere Bergwanderung
  • Höhenmeter: 900hm im Auf- und Abstieg
  • Gehzeit: Aufstieg ca. 3:15h, Abstieg ca. 2:30h
  • Kondition: mittlere Anforderungen; bei guter Fitness einfach zu bewältigen
  • Technik: steile Passagen, die u.U. mit Drahtseilen versichert sind; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
  • Ausrüstung: Wanderausrüstung
  • Rundtour: ja

Anfahrt Schildenstein

  • Adresse fürs Navi/Smartphone: Gernbergbrücke, 83708 Kreuth (Keine offizielle Adresse da direkt an Hauptstraße)
  • Routenplaner: Anfahrt Schildenstein
  • Im Detail: A8 Ausfahrt Weyern, über Tegernsee und Kreuth kurz hinter dem Abzweig nach Wildbad Kreuth nach Rechtskurve rechts von der Straße auf Parkplatz parken. (Parkplatz auf linker Seite gebührenpflichtig)

Wegpunkte

Wanderparkplatz bei Wildbad Kreuth (780m) – Siebenhütten (837m, 0:30h) – via Wolfsschlucht – Schildenstein (1613m, 3:15) – Königsalm (1115m, 4:30) – Gaißalm (1113m, 4:45h) – Parkplatz (5:45h)

Aufstieg Schildenstein

In Kurzform: Wir folgen immer den Schildern „Schildenstein über Wolfsschlucht“ bis zum Gipfel.

Vom Parkplatz folgen wir über die Weißachbrücke dem Fahrweg nach links den Schildern „Schildenstein über Wolfsschlucht oder Gaißalm“ & „Siebenhütten“. Der Weg verläuft schön neben dem Bach bis zur auch bei Familien beliebten Siebenhüttenalm.

An der Siebenhüttenalm halten wir uns weiter auf dem Hauptweg und kurz danach rechts beschildert bergauf in den Wald. Langsam wir der Weg steiler und schmaler, und wir wandern später neben der Felsweißach gemütlich in die Wolfsschlucht hinein. Der Weg ist sehr gut markiert, und ab und zu muss man den Bach queren.

Am Ende des Bachlaufs wartet ein schöner Wasserfall und der härtere Teil des Aufstiegs beginnt – die Wolfsschlucht. Der Markierung folgend geht es gleich zu Beginn recht steil mit Stahlseil vereinfacht bergauf. Wer hier Probleme hat sollte lieber umdrehen, wesentlich schlimmer als gleich zu Beginn wird es aber nicht mehr. Der Steig schlängelt sich steil nach oben, ab und zu gibt es aber auch flacherer Stücke, die zur Erholung genutzt werden können. Wir meistern einige Felspassagen, zum Ende hin noch eine sandige Felsflanke und haben die Wolfsschlucht wenig später gemeistert.

Auf angenehmem Steig geht es weiter, bis wir eine beschilderte Abzweigung erreichen. An dieser halten wir uns rechts (links gehts zu Blaubergalm und Halserspitze), und haben schon einen super Blick auf unser Ziel, den Schildenstein. Es geht nochmals kurz bergab, und dann mäßig bergan über die Südseite des Schildenstein bis zur letzten Abweigung, 15 Minuten unterhalb des Gipfels. Hier gehen wir rechts und dann durch Latschen hindurch nochmals etwas steiler bis zum steinigen Gipfel des Schildensteins.

Die Aussicht ist grandios für dessen niedrige Höhe: Halserspitze und Guffert sind zum greifen nah, der Achsensee mit Rofan- und Karwendelbergen glänzt und im Norden sind viele Tegernseer Hausberge wie Hirschberg, Roß- und Buchstein mit Tegenerseer Hütte, Risserkogel und viele mehr – Bärig!

Abstieg Schildenstein

In Kurzform: Wir folgen den Schildern zur „Königsalm“, dann „Gaißalm“ und dann „Parkplatz Wildbad Kreuth“

Wir steigen kurz auf dem Anstiegsweg ab, halten uns dann aber bei den ersten Schildern rechts „Königsalm“. Auf moderat abfallendem, steinigem Pfad geht es unter toller Aussicht bergab. Nach einiger Zeit erreichen wir einen Abzweig, hier gehen wir links zur im Sommer bewirtschafteten Königsalm, welche wir wenig später erreichen. Nach Erfrischung geht es direkt am rechten Zaun entlang beschildert zur Gaißalm. Der Weg verläuft recht flach, dann leicht bergab und wieder etwas bergauf bis man nach einer Kuppe die private Gaißalm erreicht.

Ab der Gaißalm geht der Weg aussichtsreich um eine Kurve und dann im Wald stetig bergab, bis wir später auf die Forstraße nach Siebenhütten treffen. Dieser folgen wir nach links bis zum Parkplatz.

Hinweise

  • Einkehrmöglichkeit: Siebenhütten, Tel. +49 (0)8029 / 1228, Pfingsten bis zum Sonntag vor Kirchweih
  • Einkehrmöglichkeit 2: Königsalm, einfache Bewirtung, Anfang Juni bis September, Dienstag Ruhetag.
  • Vorsicht bei Schnee und Glätte, dann nicht über Wolfsschlucht aufsteigen, die nordseitige Schlucht ist lange kalt und eisig!
  • Auch im Winter mit Schneeschuhen schön: Tourenbeschreibung Schildenstein mit Schneeschuhen >

Bilder Schildenstein

Karte & Höhenprofil

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Bewertung der Tour

Schildenstein (schwer, 900hm, 5:45h) Fritz
Aussicht
Aufstieg
Abstieg
Natur gesamt
Verkehr & Trubel

Zusammenfassung: Tolle, abwechslungsreiche Rundwanderung, die man am besten unter der Woche machen sollte.

3.6


Bewertung der User: 4,2 (7 Bewertung)

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