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Schwere Wanderungen Die Halserspitze beim Aufstieg am Grat

Titelbild: Die Halserspitze beim Aufstieg am Grat    Artikel verfasst von:

Halserspitze (schwer, 1250hm, 7:00h)

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Die Halserspitze (1862m) ist ein super Aussichtsgipfel in den bayerischen Voralpen Nahe dem Tegernsee in den so genannten Blaubergen. Der Weg dahin ist aber lang und anstrengend. Zunächst gilt es die Wolfsschlucht mit einigen steilen Stellen uns Stahlseil-Passagen zu meister, und dann über den langen – aber einfachen – Gipfelgrad (mit diversen Zwischengipfeln) zum Gipfel zu gelangen. Beim Abstieg muss man dann wieder trittfest und schwindelfrei sein. Für versierten Wanderer die dafür fit genug sind ist dies aber eine sensationelle Tour mit wahnsinnig toller Aussicht auf  die Tegernseer Verdächtigen (Roß- & Buchstein, Hirschberg, Schinder etc.) , den Guffert, Tegernsee, Achensee und weit darüber hinau! Insgesamt ein echter Klassiker mit Einkehrmöglichkeit in Siebenhütten und der Blaubbergalm. Tipp!

Zusammenfassung Wanderung Halserspitze

  • Art: Schwere, lange Bergwanderung (schwarz)
  • Höhenmeter: Ca. 1250hm
  • Gehzeit: Aufstieg ca. 4:00h, Abstieg ca 3:00h
  • Kondition: Schwer, fast durchgehend steiler Steig, Länge über 18km!
  • Technik: Schwer, diverse kurze stahlgesicherte Passagen, Trittsicherheit & Schwindelfreiheit erforderlich
  • Rundtour: Ja
  • Ausrüstung: Wanderausrüstung, ausreichend Getränke

Anfahrt Halserspitze

  • Adresse fürs Navi: Siebenhütten, 1, 83708 Kreuth (an der Hauptstrasse parken)
  • Autobahn Richtung Salzburg – Ausfahrt Holzkirchen/Tegernsee – Am Tegernsee vorbei – durch Kreuth durch, nach Kreuth einer Rechtskurve links auf dem großen Wanderparkplatz parken (oder rechts, wenn links schon besetzt)
  • Routenplaner: Anfahrt Halserspitze von München (ca. 60km, 1h)

Wegpunkte Halserspitze

Wanderparkplatz (ca. 780m) –  Siebenhütten (ca. 840m, 0:30h) – Über Wolfsschlucht – Blaubergalm (1540m, 2:30) – Halserspitz (1862m, 4h) – Nahe Siebenhütten (6:30h)- Wanderparkplatz (7h)

Beschreibung Aufstieg Halserspitze (sehr gut beschildert)

In Kurzform: Wir gehen zu den Siebenhütten, dann Richtung Wolfsschlucht und folgen immer den Schildern “Halserspitze” bis zum Gipfel

Im Detail: Wir folgen dem Forstweg Richtung Siebenhütten, welche wir nach einer angenehmen halben Stunde erreichen. Wir folgen rechts bergauf dem Weg Richtung “Halserspitze”. Nach dem Waldstück passieren wir die Königshütte und folgen nun immer neben der Felsweißach in die Wolfsschlucht hinein.

Nach ca. 1 Stunde erreichen wir den Steig. Jetzt wird es wesentlich steiler und felsiger. Zunächst eine kurze Steilstelle (wer hier Probleme hat umkehren!), dann in kurzen Serpentinen, dann über ein seilgesichertes Steilstück immer weiter bergauf. Teilweise werden kleine Geröllfelder gequert und größere Stufen überschritten, wir achten immer auf die Markierung. Kurz vor dem Ende der Wolfsschlucht folgen nochmal einige gesicherte Stellen, die wir langsam aber ohne größere Probleme meistern.

Nach gesamt 2h erreichen wir den Ausgang der Wolfsschlucht, jetzt wird es flaches und einfacheres Gelände. Den Abzweig nach Rechts zum Schildenstein lassen wir unbeachtet und folgen weiter unserem Ziel. (Wer hier keine Puste mehr hat kann ggfs. “nur” auf den Schildenstein gehen).

Wir aber folgen links bis zur Blaubergalm (Alternativ kann man auch nach einigen Metern direkt links steiler aufsteigen). Eine Einkehr mit Murmeltier- (manchmal) und Guffertblick (immer) sollte man nicht verneinen. Wir folgen weiter der Beschilderung über moderat steigenden Grashang Richtung Gipfel. Das Panorama am Grat ist super und lässt sich – aufgrund des recht einfachen Weges – richtig genießen. Unser Ziel haben wir fast immer im Blick (und es will nicht richtig näherkommen :))

Nach ca 3h Gehzeit erreichen wir den ersten “Gipfel”, die Wichtelplatte (1766 m). Wenig später auf dem Grad den Blaubergschneid (1788m), dann den Blaubergkopf (1787 m) dann an der Karspitz (1800m) vorbei . Kurz vor dem finalen Anstieg passieren wir einen Abzweig (hier geht unser Abstieg entlang) und sind nach ca. 4h Gehzeit am Gipfel der Halserspitze. Die Aussicht ist sensationell.

Beschreibung Abstieg Halserspitze (bedingt beschildert)

Nach ausgiebiger Rast gehen wir auf dem Aufstiegsweg zurück zum Abzeig und folgen bergab Richtung u.a. “Siebenhütten, 2,5h”. Hier geht es gleich steil bergab, der Weg wird aber zunehmend flacher, ehe er nach einer letzten, steilen und rutschigen Felspassage (bei Abzweig Gufferthütte) zum normalen Steig wird. Diesem folgen wir immer, dabei gilt es gut auf den Verlauf zu achten, da der Weg nicht perfekt markiert ist.

Nach ca. 1,5h Abstieg erreichen wir eine kleine Hütte, gehen kurz bergauf und dann wieder bergab und passieren eine Waldebene ehe wir nochmal absteigen. Nach ca. 2,5h Abstieg treffen wir auf eine Abzweigung und folgen den Schildern Richtung Siebenhütten, zu welchen wir folgen. Ab den Siebenhütten folgen wir dann dem breiten Forstweg zurück zum Parkplatz. Geschafft!

Einkehr & Hinweise:

  • Siebenhütten, von Mai – Ende Okt. täglich geöffnet, +49 8029 9975983
  • Blaubergalm: Kein Ruhetag, Mai – Ende Oktober geöffnet
  • Wer sicher im steilen Abstieg ist, kann die Tour auch anders herum machen (also bei Siebenhütten nach links gehen und der Beschilderung folgen), Vorteil: Einkehr Blaubergalm recht zum Ende der Tour und die Tour ist schattiger im Aufstieg!
  • Vorsicht bei Gewitter, früh aufbrechen, genügend Trinken mitnehmen!

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Karte & Höhenprofil

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- Tipp: Tourenbericht und GPS-Track offline nutzen >

Bilder der Wanderung auf die Halserspitze

Bewertung

Halserspitze (schwer, 1250hm, 7:00h) https://www.bergtour-online.de/wp-content/uploads/2018/03/Halserspitze-Titel.jpg
Aussicht
Aufstieg
Abstieg
Natur gesamt
Verkehr & Trubel

Zusammenfassung: Super Klassiker, den man gemacht haben muss - Tolle Natur, Aussicht, abwechslungsreicher Steig uvm. Super!

4.2


Bewertung der User: 3,4 (25 Bewertung)

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10 Kommentare zu Halserspitze (schwer, 1250hm, 7:00h)

  1. Ben sagt:

    Hallo zusammen,

    Danke für den Bericht!
    Wir wollen die Tour am Freitag machen.
    Ist noch mit Schneefeldern zu rechnen oder können die Grödeln zuhause bleiben?

    Viele Grüße
    Ben

  2. Susanne Mötzing sagt:

    Guten Abend,

    bin heute andersrum gelaufen über die Klamm und Königsalm. Sehr schöne Runde allerdings hatte ich über 26km und fast 1.700HM auf der Uhr. Habe Gas gegeben und bin 6h25 gelaufen. Das ist wirklich nur für konditionsstarke Bergsteiger geeignet. Morgen auf jeden Fall Pause😉

    Grüße
    Susanne

  3. Benni sagt:

    Hi!

    Ich habe die Tour heute zum ersten mal gemacht. Die Beschreibung kann ich nur bestätigen. Jedoch finde ich den Abstieg sehr sehr grenzwertig. Gerade die zu querenden Schnellfelder und teils sehr feuchten Wege verlangen einiges ab. Ich bin heute an meine Grenze der Schwindelfreiheit gekommen. Für geübte eine wunderbare Tour!

    Viele Grüße

    • Fritz sagt:

      Hallo Benni, danke für Deinen Kommentar & ja, Restschnee kann jede – auch leichte Tour – wirklich gefährlich machen. Viele Grüße

  4. Stephan sagt:

    Man kann auch zurück zum Schildenstein laufen und von dort den normalen Abstieg zu den Parkplätzen nehmen.

  5. Markus sagt:

    Hey Leo,
    ja war letzte Woche oben. Der lange Weg über die Blaubergalm ist kein Problem, der Abtieg war für mich persönlich aber echt grenzwertig. Hängen zu Beginn halt noch einige Schneefelder drin, die zu queren sind und war im steilen Gelände nicht so spaßig. Aber ich bin nicht ortskundig, vielleicht nochmal jemanden fragen, der aus der Region kommt! :)

    VG

  6. Leo sagt:

    @Markus:
    Bist dus letztens gegangen? Wie ist die Schneelage?
    VG, Leo

  7. Markus sagt:

    Danke für die gute Übersicht zur Tour! Was unbedingt nocht zu bedenken ist: Der Abstieg ist vor allem früh im Jahr unter Umständen wirklich gefährlich und kein Kinderspiel. Im steilen Nordhang überlagern je nach Witterung teils große Schnee-/Eisfelder den Weg, die es zu queren gilt. Markierungen sind nicht erkennbar und man muss sich an den Fußspuren der Vorgänger orientieren. Unterhalb gehts ziemlich weit in den Abgrund. Unbedingt vorher abchecken, wie die Lage dort oben ist und im Zweifelsfall umdrehen und den leichteren Weg über die Blaubergalm nehmen!

    VG

  8. Franzi Schneiderbanger sagt:

    Wirklich NUR für geübte, und absolut schwindelfreie und trittsichere Wanderer am besten mit etwas Klettererfahrubg!
    Teils ausgesetzte Passagen ohne Seilsicherung. Vor allem der Abstieg erfordert einiges an nerven …
    Erfordert einiges an Kondition
    Sollte man vorher unbedingt bedenken.

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