Seekarspitze (mittel, 1100hm, 5h)
Die Seekarspitze (2053m) am nördlichen Westufer des Achensees und an der östlichen Begrenzung des Karwendels in Tirol ist ein wirklich super Tourenziel. Die Aussicht am Gipfel ist sensationell, muss aber verdient werden. Gerade im oberen Teil ist es sehr felsig und es gibt einige leichte Kletterstellen, für welche man trittsicher sein sollte und der Boden ist oft rutschig. Oben angekommen entschädigt aber das Panorama für die Strapazen. Tolle Tour mit prima Achensee-Blick!
Alternativ kann man auch noch die Seebergspitze „mitnehmen“: Tourenbeschreibung Seekarspitze und Seebergspitze >
Zusammenfassung Seekarspitze
- Art: Mittelschwere Bergwanderung (mittlerweile aber eher als schwer einzustufen)
- Höhenmeter: ca. 1100hm im Auf- und Abstieg
- Gehzeit: Gesamt 5h – Aufstieg ca. 3h, Abstieg ca. 2h
- Kondition: hohe Anforderungen; nur ausdauernden Sportlern zu empfehlen
- Technik: steile Passagen, die nicht mit Drahtseilen versichert sind; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
- Rundtour: nein
- Ausrüstung: Wanderausrüstung
Anfahrt Seekarspitze
- Adresse fürs Navi: Achenkirch 20, 6215 Achenkirch, Österreich
- Im Detail: A8 München – Salzburg, Ausfahrt Holzkirchen, über den Tegernsee zum Achenpass und schließlich zur Abfahrt Achenkirch Süd. Rechts in den Ort, dann links halten und an der zweiten Kreuzung rechts abbiegen. Jetzt rechts über Wiesen zu einer Gabelung an einem Holzkreuz. Hier links abzweigen auf schließlich auf den Wanderparkplatz am Oberaubach.
- Google-Routenplaner: Anfahrt Seekarspitze von München (ca. 88km,1:24h)
Wegpunkte Seekarspitze
Achenkirch (ca. 950m) – Seekaralm (1508m, 1:30h) – Seekarspitze (2053m, 3h) – Abstieg wie Aufstieg
Aufstieg Seekarspitze (beschildert)
Vom Parkplatz aus folgen wir auf einer steilen Forststraße der Beschilderung in Richtung Seekarspitze und Seekaralm (1485m). Die Straße ist teilweise relativ steil und man gewinnt schnell an Höhe. Nach einigen Kehren kann man in einer Höhe von 1110m von der Forststraße auf einen kleinen Steig bergauf abkürzen. Später – kurz vor der privaten Koglalm (wird nicht direkt passiert) – gelangt man wieder auf die Forststraße und sieht bereits das Tagesziel und den breiten Rücken, über den man ab der Seekaralm zum Gipfel aufsteigt. Kurz nach der Überquerung eines Bachbetts wechselt man wieder nach links von der Forststraße auf einen Pfad, der bergauf bis zur Seekaralm führt.
Ab der Seekaralm folgen wir weiter der klaren Markierung. Der Pfad geht zunächst moderat bergauf, dann entlang des Bergrückens teilweise steil und ausgesetzt, kurze Passagen verlangen etwas Klettergeschick. Die Wegfindung ist durch Markierungen erleichtert, grundsätzlich bewegt man sich aber am Grat oder leicht rechts (westlich) davon. Nach insgesamt 3h steht man schließlich am Gipfel und kann sich in alle Himmelsrichtungen am Panorama sattsehen. Im Osten das Rofan, im Westen das Karwendel und unter den Füßen der herrlich blaue Achensee! Was will man mehr… Naheliegende Tourenziele sind die Seebergspitze, die Montscheinspitze, das Sonnjoch oder im Rofan das Stuhljöchl.
Abstieg Seekarspitze
Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg.
Tipp: Wer noch viel Zeit und Ausdauer mitbringt, kann am Kamm weiter zur südlich gelegenen Seebergspitze laufen, westlich über die Pasillalm absteigen und ab dieser nach Achenkirch (Sehr gut beschildert) wieder über die Seekaralm zurückkehren . Zeitbedarf ab Gipfel zur Seekarspitze: ca. 1h, Abstieg gesamt dann ca. 3:30h. Tourenbeschreibung >
Sonstige Hinweise
- Einkehrmöglichkeit: Seekaralm (nur im Sommer einfach bewirtschaftet, keine Website, +43(650)4446996)
- Karte: AV-Karte Karwendelgebirge, Östliches Blatt, Nr.: 5/3, 1:25 000.
Karte & Höhenprofil
Tipp: Tourenbericht und GPS-Track offline nutzen >
Bilder Seekarspitze
Bewertung
Zusammenfassung: Tolle Aussicht ist von der Seekarspitze garantiert. Der Aufstieg ist im unteren Teil etwas eintönig, die anregende, aber leichte Kletterei am Gipfelgrat entschädigt dafür aber später.









Servus Bergfreunde,
Lange keinen Kommentar mehr hinterlassen, aber heut nach erfgreichem Gipfel der Seekarspitze von Achenkirch aus, muss ich mal was schreiben.
Ich war heute zum ersten Mal dort oben, daher kann ich schwerlich bewerten, ob in den vorherigen Jahren die Bewertung mit „Mittelschwere Wanderung (Tendenz Schwer)“ fair war.
Was ich heute jedoch sagen konnte war, dass vermutlich durch den Winter, Schnee und Nässe die Aufstiegsrinne durch die Latschen, die nach dem kurzen Teil im Waldstück nach der Alm folgte, wahnsinnig stark ausgewaschen war und häufig kaum mehr Tritte gefunden werden konnten.
Ich würde mich als guten und konditionsstarken Berggeher beschreiben, aber diese Tour als primär „mittelschwer“ unter den aktuell herrschenden Verhältnissen auszuweisen, wird in vielen Lesern falsche Erwartungen an die Tour wecken und sie überfordern.
Ebenso der letzte Schotterteil nach den Latschen. Dieser war wahnsinnig brüchig und zog sich im Auf- und Abstieg daher deutlich länger als gedacht. Wenn man den Text so liest, könnte man meinen, dass es recht einfach geht und man nur im allerletzten Teil mal ganz kurz bissl kraxeln muss. Das empfand ich anders.
Besonders verglichen mit anderen „schweren“ Touren auf dieser Seite, die ich schon gemacht hatte (Bspw. Kramer, Notkarspitze, Kreuzspitze, Guffert) war das heute mindestens auf dem gleichen Level, ehr schwerer.
Falls jemand das hier liest und die Tour demnächst ebenfalls geht, dürft ihr mich natürlich gerne korrigieren, jedoch bitte ich bis dahin eindringlichst, die Tour als klar schwer auszuweisen.
Gruß Flo
Toptour, vom feinsten.
Sind dann noch weiter über den Grat Richtung Seebergspitze und dann rechts bergab Richtung Pasillalm. Seebergspitze war uns mit dem Schnee zu abenteuerlich. Der Blick ist unglaublich.
Absolut! Danke Dir, echt 1a…
Hallo, ich war da gestern mit meinem 12-jährigen Sohn bei Sonnenaufgang auf dem Gipfel. Eine wundervolle Tour, für einen einigermaßen trittsicheren 12-jährigen überhaupt kein Problem. Bis hoch über die Seekaralm auch bei Dunkelheit mit Stirnlampe sehr gut machbar. Wir haben ca. 2:20 Stunden bis zum Gipfel gebaucht. Zwar ohne Pausen, aber keineswegs mit hoher Intensität.
Sehr schöne Tour!
Viele Grüße
Frank
Ich bin da heute mal mit Schneeschuhen rauf. Oben, im Gipfelaufschwung waren dann Steigeisen angesagt. Unfassbar schöne Aussicht auf den See und die schneebedeckten Berge ringsum. Aber tatsächlich nicht zu vergleichen mit den sanften sommerlichen Herausforderungen.
Ja Ulli, im Winter wirklich (wie fast alle Gipfel) nicht zu unterschätzen! Danke für Deinen Bericht! LG
In den 70er Jahren bin ich mit meiner 1.000er BMW,bis zur Geißen-Alm,von Achenkirch raufgefahren,erst dann habe ich mich getraut Bilder zu machen!Dort oben fing der Schnee an und die Matsche,weiter ging’s nicht.Unter dem Stützhelm standen mir jetzt die Haare zu Berge!!!Mit der Maschine mußte ich ja wieder runter!Jeder,der den Weg kennt,kann sich vorstellen,mit welchen Kraftanstrengungen diese Maschine durch die engen Windungen geschafft wurde..Hinauf war leichter,denn man konnte rückwärts rollen lassen!Dazu kommt die steile Wand auf der einen Seite und der Abgrund auf der Anderen.Umkehren geht nicht.
Es wäre schön,wenn ich ein paar Bilder von diesem Pfad haben könnte.
Herbert Leister,
Danke Herbert fürs Teilen dieser durchweg abenteuerlichen Erinnerung, Wahnsinn! :) Herzliche Grüsse, Fritz
Hallo, ich finde es etwas gewagt, diese Tour als mittelschwer zu bewerten. Unerfahrenen Wanderern mit kleineren Kindern kann man nur abraten! Ehrlich gesagt habe ich mich kurz unterhalb des Gipfels gefragt, ob ich wirklich am richtigen Berg bin, da es schon einige Klettereinlagen in relativ ausgesetztem Gelände gibt und der Weg oberhalb der Seekarspitze insgesamt steinig, steil und rutschig ist. Drahtseilsicherungen wie an vielen anderen Bergen gibt es hier nicht.
Von der Aussicht her eine sehr schöne Tour!
Hallo, danke für diesen schönen Tourenvorschlag. Wegen des ausbleibenden Schnees habe ich die Tour letzte Woche gemacht und auch gefilmt. Hier ist das Resultat:
https://www.youtube.com/watch?v=Nh0x8OMwmvU
Lasst uns gerne wissen, was ihr davon haltet,
viele Grüße
Chris
Herbert Leister,BMW-Bergsteiger,
es war wunderbar der Seekarspitze Wiedermann so nah zu sein!Seit vielen Jahren bin ich jetzt auf „Osakikamijima“ Zuhause“.Eine Tagestour erklimmen wir den Berg hinauf „Kanomine“!Oben auf dem Gipfel angekommen wird man belohnt mit einem Rundblick.Man sieht viele Inseln,man sagt,es wären ~ über 1.000 davon.Man kommt sich vor vie auf der Seekarspitze.Doch nach dem Erlebnis auf dem Karwendel,würde ich soeine Klettertour mit einer BMW nichtwieder,jetzt mit 77 niewieder wagen!
Ist diese Wanderung auch mit einem 8 jährigem Kind machbar? Bisher waren wir 3 mal in den Bergen wandern, also wenig Erfahrung aber Kondition vorhanden
Hallo Michael,
danke für Deinen Frage – die Tour ist zwar sehr schön aber auch lang und beschwerlich, wenn die Kondition passt sollte es kein Problem sein. Wir würden aber eher etwas um die 600-800 Höhenmeter mit Hütte empfehlen zum rantasten!
Liebe Grüsse
Fritz
wirklich schöner Aussichtgipfel! In einer Stunde ist man danach auch auf der Seebergspitze. Eine aussichtsreiche Gradwanderung, die man machen sollte, wenn’s die Zeit erlaubt! Von der Seebergspitze kann man alternativ über den Pasillsattel,die gleichnamige Alm und die Seekaralm zurück nach Achensee. Das sind dann ingsgesamt etwa 3 Stunden.
Achtung: die Alternative über das Fansbachtal ist inwzischen gesperrt. Den Weg (auf der AV Karte immer noch vorhanden) hat’s an mehreren Stellen weggerissen.
Lieber Willi,
besten Dank für Deinen Tipp, den haben wir gleich in die Tourenbeschreibung aufgenommen!
Viele Grüße
Fritz