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Mittlere Wanderungen Die Brecherspitze von Nahe Ankelalm

Titelbild: Die Brecherspitze von Nahe Ankelalm    Artikel verfasst von:

Brecherspitze von Neuhaus (mittel, 900hm, 6h)

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Diese Rundtour auf die Brecherspitz von Neuhaus am Schliersee ist  – ganz im Gegensatz zum Aufstieg vom Spitzingsee – eine eher wenig frequentierte Tour in dieser Region. Natürlich trifft man am Gipfel der Brecherspitz 1683hm (auch “Brecherspitze”) auf viele Gleichgesinnte, die den kürzeren Anstieg vom Spitzingsattel über die Firstalm genommen haben. Dennoch ist man oft ganz alleine unterwegs. Sicher auch, da der hier beschriebene Weg – wenn man die Rundtour über die Freudenreichkapelle machen möchte – deutlich länger ist. Er ist aber auch viel abwechslungsreicher und naturbelassener! Auch liegt die uhrige Ankelalm auf dem Weg.

Insgesamt eine schöne mittelschwere bis schwere Wanderung mit einigen mit Stahleil gesicherten Steilstellen im Gipfelbereich, die Trittsicherheit erfordern.

Kürzere Variante: Brecherspitze vom Spitzingsattel (mittel, 600hm, 3:30h) >

Zusammenfassung 

  • Art: Mittlere Bergwanderung (rot)
  • Höhenmeter: ca. 900hm Auf- & Abstieg
  • Gehzeit: Gesamt 5h – Aufstieg ca. 3:30h, Abstieg ca. 2:30h
  • Kondition: mittel
  • Technik: Mittel, Bei Rundtour: Mittel bis schwer, einige leicht ausgesetzte, stahlseilgesicherte Stellen vor der Kapelle und vor dem dem Gipfel (Trittsicherheit & Schwindelfreiheit erforderlich!)
  • Rundtour: ja
  • Ausrüstung: Wanderausrüstung

Anreise

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

  • Mit der Bahn zur Haltestelle Schliersee und von dort mit dem Bus 9562 zur Haltestelle Neuhaus. Von dort zu Fuß bis zum Ende der Dürnbachstraße.   
  • Zur Reiseauskunft der Deutschen Bahn.

Mit dem Auto

  • Adresse fürs Navi: Parkplatz Dürnbachstraße (ganz am Ende), 83727 Schliersee
  • Google-Routenplaner
  • Im Detail: Autobahn München – Salzburg, Ausfahrt Weyarn über Miesbach (B307), Hausham nach Schliersee und Fischhausen – Neuhaus – In Neuhaus nach dem Bahnübergang die zweite rechts und gleich wieder rechts in die Dürnbachstraße, dieser bis zum Ende (großer Wanderparkplatz kostenpflichtig) folgen.

Wegbeschreibung

Neuhaus (ca. 850m) – Ankelalm (ca. 1310m, 1:30h) – Freudenreichkapelle – Brecherspitz (1685m, 3:30h) – Ankelalm (4:15h) – Neuhaus (6h)

Aufstieg (gut beschildert)

Vom Parkplatz geht man auf der Straße etwas zurück bis wir nach wenigen Minuten zu einer Beschilderung kommen. Wir folgen den Schildern rechts ab Richtung Brecherspitz, kurz danach über eine Brücke und bei den Häusern halten wir und geradeaus bis es rechts (beschildert) die Krettenburgstrasse bergauf geht. Jetzt folgen wir immer dem breiten Fortsweg sehr gut beschildert bergauf bis zur Ankelalm.

An der Ankelalm haben wir die Möglichkeit links direkt aufzusteigen (kürzer & leichter), oder über die Freudenreichkapelle aufzusteigen. Wir nehmen den steileren Weg und gehen Richtung der, ehe es kurz vor dieser an einem großen Stein rechts über Wiesensteig bergauf geht. Wir folgen immer diesem Steig, ehe es “oben” deutlich steiniger und steiler wird. Mit Hilfe der Hände überwinden wir einige kurze, leichte Kletterstellen und erreichen den aussichtsreichen Grat, der uns zur Freudenreichkapelle führt und wir die Brecherspitze auf der anderen Seite des Kessels fest im Blick haben. Wir folgen weiter dem Steig und erreichen den Vorgipfel der Brecherspitz, ehe es wieder steiler und teilweise stahlgesichert zum Gipfel der Brecherspitze geht. Die Aussicht aus Schlier- und Spitzingsee und die Bayerischen Alpen ist superb!

Abstieg (gut beschildert)

Wir folgen immer dem Steig, der direkt vom Gipfelkreuz nach Norden bergab führt. Dieser ist teilweise auch steinig und steiler, aber je näher wir der Ankelalm kommen desto moderater wird er. Ab der Ankelalm folgen wir immer dem Aufstiegsweg bis nach Neuhaus (Bockerlbahn-Weg).

Hinweise

  • Einkehr: Ankelalm ca. Mai bis Oktober, kein Telefon
  • Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind im Wegstück nach dem Gipfel zur  Kapelle erforderlich. Der Weg ist teils felsig und an wenigen Stellen ausgesetzt (Drahtseilversicherung meist vorhanden) – Aber Vorsicht – leider passieren hier öfters tragische Unfälle!

Karte & Höhenprofil

- Download GPS-Track >
- Tipp: Tourenbericht und GPS-Track offline nutzen >

Bilder Brecherspitz

Bewertung 

Brecherspitze von Neuhaus (mittel, 900hm, 6h) https://www.bergtour-online.de/wp-content/uploads/2012/11/Brecherspitze-01-bergtour.jpg
Aussicht
Aufstieg
Abstieg
Natur gesamt
Verkehr & Trubel

Zusammenfassung: Schöne Tour auf einen Klassiker unter den Münchner Hausbergen. Super Aussicht vom Gipfel, allerdings etwas monotoner Aufstieg und bei schönem Wetter ziemlich überlaufen. Tip: früh aufstehen!

3.3


Bewertung der User: 1,2 (47 Bewertung)

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26 Kommentare zu Brecherspitze von Neuhaus (mittel, 900hm, 6h)

  1. Münchener sagt:

    Eine wirklich schöne Tour mit tollem Ausblick.

    Schwierigkeit: mittel – schwer ( für geübte eher leicht – mittel)
    Bei den gesicherten Stellen sollte man wirklich schwindelfrei sein und insgesamt sollte man keine Probleme damit haben auch mal bisschen mit den Händen zu kraxeln. Das ist aber alles halb so wild.

    Dauer: Also geübte sollten gut in 2.5h reiner Gehzeit am Gipfel sein ( legt man es drauf an ohne zu laufen, schafft man es auch in 2h)
    Abwärts ahnlich: 1 – 1.5h

    Die Sonne brennt ab der Ankel Alm schon echt gut auf die Mütze, aber bis zur Ankel Alm geht man schon einmal fast durchgehend im Wald. Auch oben findet man immer wieder ein schattiges Plätzchen.

    Es gibt beim Forstweg 2 schönere Abkürzungen:
    Nr.1 : Nach dem Wasserfall bei der Weggabelung mit Schild, man zweigt rechts ab und nach ca 5-10 m geht es rechts in deb Wald
    Nr 2: ca nach 15min kommt rechts mal ein silbernes Geländer. Am Ende dessen geht links ein Weg hinein, der auch mit einem Pfeil beschriftet ist.

    Parkplatz Kosten: 4h =. 2€. Oder >4h= ganztags =6€ ;
    Es gibt auch einen P+R am Bahnhof

    Grüße René

  2. Udo sagt:

    Heut Tour gemacht. Ein Wahnsinnsblick… Einsam war es nicht. Selbst um 8 Uhr waren wir schon zu viert oben. Auf dem Rückweg dann sehr viel Gegenverkehr, aber eher unten. Gefährlich fand ich es nicht, aber das ist subjektiv. Nur das eine Stück direkt nach dem Gipfel ist bisserl ausgesetzt.

  3. Hartmut sagt:

    Danke fürs Ändern der Adresse. Ich war jetzt 2 Mal oben, einmal kombiniert mit dem Bodenschneid und dem sehr guten Bodenschneidhaus, to go 7 Tage die Woche.
    Klar, Grödel sind ein Muss. Ich meinte es eher so, dass ein Wanderer mit guter Trittsicherheit und Schwindelfreiheit bei der Brecherspitze überhaupt keine Probleme hat, auch bei den jetzigen winterlichen Bedingungen (vereist, wenig Schnee). Es wird gerne gemacht, viele kommen über den kurzen Weg vom Spitzingsattel.

  4. Hartmut sagt:

    Ich habe es heute gemacht, oben etwas Schnee und oft sehr eisig. Nur mit Grödel möglich!
    Mit Grödel fand ich es technisch mittelschwer. Schwindelfreiheit ein Muss, sonst viel Risiko und normale Trittsicherheit.
    Bin die Rundtour bis zum Vorgipfel gegangen, also über den schwierigeren Teil. Dann zur oberen Firstalm, dort „to go“ Verpflegung auch unter der Woche! Zurück über den Spitzingsattel und von dort quer durch den Wald zum Ausgangspunkt.
    Eine Bitte: Bei der Dürnbachstr. die Hausnr. 10 ändern oder Löschen. So parkt man sehr nahe am Ortszentrum und es erschwert den Start durch Umweg oder Suchen.

    • Fritz sagt:

      Danke Hartmut, Grödel im Winter immer eine wichtige Ausrüstung! Eine Frage zur Adresse, was genau passt da nicht? Der Wanderparkplatz ist ja an dieser Adresse? Danke & VG

  5. Anna Gerd sagt:

    Achtung: “Trittfestigkeit” = erfahrene Hiker!!!
    Ich fand den Weg sehr gefährlich.

    Ja, lieber umkehren als es irgendwo riskieren.
    Auch nur an der einen heftige, ungesicherten Stelle mit Abhang erst.

  6. Edisa sagt:

    Hallo zusammen, wir sind heute auch die Runde gelaufen – jedoch braucht man nicht für den Aufstieg 2,5 Stunden sondern wie überall ausgeschrieben 3,5 Stunden.
    Solltet ihr mal hier updaten – wäre ziemlich hilfreich gewesen!

  7. Thomas sagt:

    Servus. Auch von meiner Seite vielen Dank für die Beschreibung. Ich kenne die Brecherspitze und war da auch schon einmal, das ist jedoch ein paar Jahre her. Jetzt steht die Überlegung an, dort einmal zum Sonnenaufgang raufzugehen, von Neuhaus aus. Ist das machbar oder zu unsicher? Trittsicher und schwindelfrei bin ich und nach meinem Verständnis kommt die Stahlseilstelle erst nach dem Gipfelkreuz (Aufstieg von Neuhaus), korrekt?

  8. Michael sagt:

    Waren heute 09.06.2019 auf der Brecherspitze. Super Wetter und Schöne Aussicht. Allerdings sind wir die Runde andersrum gegangen. Würde die Tour nur grundsätzlich bei Nässe nicht empfehlen.

    Falls zufällig die hübsche Nürnbergerin dies liest, welche wir auf der Ankelalm getroffen haben….
    Leider kenne ich weder deinen Namen noch deine Nummern.
    Du studierst in Bamberg und warst auf Praktikum in München
    Bitte melde dich wenn du Lust hast was zu unternehmen und wieder in der Gegend bist.
    Ich bin der der neben dir gehockt ist und mit dir runtergegangen ist.

  9. Andrea sagt:

    Hej, wie ist es im Winter? Evtl .mit Schneeschuhen? Empfehlenswert oder soll ich lieber lassen? Danke

    • Fritz sagt:

      Hallo Andrea, lieber im Zweifel einen anderen Berg aussuchen, da es oben doch recht schmal für Schneeschuhe ist. Aber ein Ausflug zur Firstalm lohnt sich dennoch. In der Nähe bietet sich z.B. die Rotwand oder der Hirschberg für eine Schneeschuhwanderung an. Viele Grüße

  10. Hannelore Pieper sagt:

    Hallo,
    wir haben bereits zwei Versuche zum Gipfel unternommen, einmal hat uns das Wetter ausgebremst, wobei andere Wanderer weiter gegangen sind, auch mit leichten Sandalen. Beim zweiten Versuch bremste uns der erste mit Seil leicht gesicherte Klettersteig vor dem Gipfel aus. In unserer Wegbeschreibung und auch auf den Hinweisschildern war nicht die Rede von Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Der Rückweg über die Kapelle war dann doch noch machbar, aber auch sehr anstrengend bis zur oberen Freudenreichalm. Ich schreibe das auch deshalb, weil ich vom Absturz des 84-jährigen Münchners gelesen habe.
    Mann sollte immer rechtzeitig an Umkehr denken, wenn man heil aus den Bergen zurückkommen möchte. Wir haben schon oft auf das Gipfelkreuz verzichtet: DER WEG IST DAS ZIEL.
    Falscher Ehrgeiz ist am Berg nicht zu empfehlen.
    Allen Wanderern und Bergsteigern eine gesunde Heimkehr aus den Bergen.
    Hannelore, die bereits 22 Jahre in Bayrischzell den Jahresurlaub mit Familie verbringt

    • Tom sagt:

      Hallo Hannelore,

      ich finde, dass es, wenn man die hier beschriebene Rundtour macht, eher nach dem Gipfel etwas anspruchsvoller/kritisch wird… da steht aber auch auf einem roten Schild „Alpine Gefahr“.
      Und gerade den Abstieg nach der Kapelle fand ich ganz schön heftig! Wie ich oben schon geschrieben habe.
      Also ich finde die Tour sehr schön, würde sie aber als “grenzwertig mittel” einstufen…
      Und generell hast du natürlich recht: Im Zweifelsfall lieber umkehren! Hab ich auch schon gemacht.

      Gruß
      Tom

  11. Tom sagt:

    War da heute: die Ankel-Alm ist das ganze Jahr geschlossen wg. Umbau!

    Ansonsten sehr schöne Tour, danke für den Artikel! Aber wirklich nicht ganz ohne auf dem Grat, man sollte schon etwas Kraft, Kondition und vor allen feste Schuhe mitbringen: viele Felsen, Geröll und sehr unebener Boden!

  12. Gerda Rießner sagt:

    Frage: ist die Tour für Hunde empfehlenswert? Gibt es Leitern oder Stahltritte, die für Hunde nicht zu nehmen sind?

    • Fritz sagt:

      Hallo Gerda,

      es gibt bei dem Rundweg (nach dem Gipfel auf dem Weg zur Kapelle) zwei unproblematische Stellen mit Stahlseil (keine Leiter oder Tritte, man kann auch seitlich vorbeigehen), ich habe aber schon oft Wanderer mit Hunden gesehen, die das gut gemeistert haben.
      Sollte also passen, und berichte gerne wie es war.

      Viele Grüße
      Fritz

    • Reischl Christian sagt:

      Ich bin mit im Mai mit Hund gegangen, gar kein Problem wenn der Hund a bisserl die Berge kennt. Da waren etliche anderen Hunde zeitgleich unterwegs…

  13. f. thorwest sagt:

    man muss den zug nach bayrischzell nehmen. züge nach schliersee fahren nicht nach neuhaus

  14. Towa Bohu sagt:

    Moin, moin,

    wirklich eine schöne Tour! Allerdings ist die Wertung leicht nur für Geübte gültig, denn die stahlseil-versicherten Stellen sind zwar kurz aber vorhanden.
    Wir sind die Runde anders rum, also erst zur Freudenreichkapelle und dann zur Brecherspitze, gegangen. Der Aufstieg durch die Latschengassen viel uns und unserem Hund leichter als uns der Abstieg über diesen Weg gefallen wäre. Aber ohne Schwindelfreiheit kommt man dann nicht zur Spitze.

    Viel Spaß bei dieser Wanderung

    Towa und Familie

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