Deine Seite für Bergwanderungen, Bergtouren und Klettersteige in den Bayerischen Voralpen, Tirol, Karwendel, Chiemgau, Wettersteingebirge und vielen anderen Gebieten - Und das dazu passende Outdoor-Equipment im Test. Viel Spaß!


Mittlere Wanderungen Der Große Hundstod vom Ingolstädter Haus

Titelbild: Der Große Hundstod vom Ingolstädter Haus   Artikel verfasst von:

Großer Hundstod & Ingolstädter Haus (mittel, 1900hm, 2 Tage)

Print Friendly, PDF & Email



Der Große Hundstod (2593) über dem Ingolstädter Haus (2119m) ist ein weit bekannter und markanter Gipfel in den Berchtesgadener Alpen im Steinernen Meer. Die Aussicht auf Hochkalter, Watzmann, Hochkönig, Zell am See, Großglockner und weit darüber hinaus ist senationell. Die meisten Besteiger übernachten im schönen Ingolstädter Haus und machen am zweiten Tag den Gipfel und den Rückweg. Der hier beschriebene Weg läuft über die Kallbrunnalm vorbei am schönen Dießbachstausee zum toll gelegenen Ingolstädter Haus und von hier zum Gipfel. Der Weg ist bis zum Ingolstädter Haus leicht (2/3 Forstweg, 1/3 leichter Steig) und ab dem Ingolstädter Haus mittelschwer. Es gibt drei kurze unproblematische Stellen, wo man die Hände benötigt und man trittsicher und schwindelfrei sein sollte. Die Mühe aber lohnt sich, beide Hütten, die Natur der ganzen Tour und die Aussicht sind superb. Klarer Wandertipp als Zweitagestour!

Zusammenfassung Großer Hundstod & Ingolstädter Haus

  • Art: Mittelschwere Bergwanderung
  • Höhenmeter: 1900hm im Auf- und Abstieg (inkl. ca. 150hm Gegenanstiege auf Weg zum Ingolstädter Haus)
  • Gehzeit: Aufstieg ca. 6:00h, Abstieg ca. 4:30h
  • Kondition: hohe Anforderungen; nur ausdauernden Sportlern zu empfehlen
  • Technik: steile Passagen, die u.U. mit Drahtseilen versichert sind; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
  • Ausrüstung: Wanderausrüstung
  • Rundtour: ja

Anfahrt Großer Hundstod & Ingolstädter Haus

  • Adresse fürs Navi: Pürzlbach, 2, 5093 Weißbach bei Lofer, Österreich (Wanderparkplatz ganz oben bei Schranke, kostenpflichtig)
  • Routenplaner: Anfahrt Großer Hundstod & Ingolstädter Haus
  • Im Detail: Autobahn Innsbruck – Ausfahrt Oberaudorf – Walchsee – Erpendorf – Waidring – Lofer – Weißbach bei Lofer – In Weißbach links immer Richtung Pürzlbach bergauf folgen bis ganz am Ende der Teerstraße Wanderparkplatz

Wegpunkte

Parkplatz Pürzlbach (1100m) – Kallbrunnalm (1454m, 1:15h) – Ingolstädter Haus (2119m, 4h) – Großer Hundstod (2593m, 6h) – Abstieg wie Aufstieg 

Aufstieg Großer Hundstod & Ingolstädter Haus

In Kurzform: Vom Parkplatz folgen wir der sehr guten Beschilderung bis zum Ingolstädter Haus und von hier beschildert zum Gipfel des Großen Hundstod.

Im Detail: Vom Parkplatz folgen wir dem Forstweg bergauf und kürzen an zwei Stellen über Steig ab. Nach ca. 1:15h erreichen wir die idyllisch gelegene Kallbrunnalm und folgen weiter dem Forstweg zur Kasalm, die wir wenig später erreichen. Jetzt geht es gut beschildert rechts ab und wir folgen dem Forstweg bergab bis in eine Senke mit Gebäude und dann wieder bergauf. Wir erreichen den Dießbachstausee und unser Gipfelziel hinter dem Stausee.

Wir folgen an der Staumauer rechts und am Ende dieser links dem Weg – jetzt etwas steiler – bergauf. Der Weg verläuft im Auf und Ab überhalb des Stausees mit tollen Blicken. Am Ende des Stausees wird der Weg wieder flacher und läuft toll neben dem Bach.

Nach einiger Zeit erreichen wir die Talstation der Materialbahn des Ingolstädter Haus. Jetzt beginnt der Steig, dem wir moderat steigend nach oben folgen. Die Aussicht wird immer besser. Nach einiger Zeit erreichen wir eine Abzweigung, hier folgen wir rechts zum Ingolstädter Haus. Der Weg wird jetzt etwas rutschiger, oben wieder flacher und wir erreichen das ehemalige Gletschergebiet und etwas später das Ingolstädter Haus.

Die Aussicht vom Ingolstädter Haus auf das Hochplateau gleicht einer Mondlandschaft und scheint endlos.

Vom Haus folgen wir der Markierung zum Großen Hundstod. Zunächst flach über Stein, dann (nach der Abzweigung zum Kleinen Hundtod, 15 Minuten) der Markierung am Fels entlang nach rechts steiler bergauf. Der Steig verläuft über teilweise recht loses Gestein aber sehr gut markiert bergauf. Im unteren Bereich und in der Mitte gibt es zwei kleinere Stufen, die mit Hilfe der Hände leicht überwunden werden.

Zum Gipfel hin wird es dann wieder einfacher und etwas flacher, und wir erreichen ca. 1,5h – 2h ab dem Ingolstädter Haus den Gipfel und genießen die tolle Fernsicht.

Abstieg Großer Hundstod & Ingolstädter Haus

Abstieg wir Aufstieg.

Empfohlene längere Alternative über Seespitze: Wir steigen bis kurz überhalb der Abzweigung zum Kleinen Hundstod und folgen hier der Markierung auf dem Felsen nördlich Richtung „Hochwies“. Diesem Steig folgen wir zuerst flach dann etwas bergab bis Hochwies und ab hier wieder bergauf zum Gipfel des Seehorn und dann bergab zur Kallbrunnalm und zum Parkplatz. Dies sind ca. 300hm und 1:30h mehr, lohnt sich aber, technisch leicht.

Hinweise

  • Einkehrmöglichkeit: Kallbrunnalm, Mai bis Mitte/Ende Oktober, September Mo. Ruhetag, Oktober Mo. & Di. Ruhetag, Tel.: 0043 6582 72407
  • Einkehrmöglichkeit 2: Ingolstädter Haus, Ende Mai – Anfang Oktober, Tel.: 0043 65828353, Reservierung nur online
  • Wer fit genug ist kann die Tour gut an einem Tag machen

Bilder Großer Hundstod & Ingolstädter Haus

Karte & Höhenprofil

- Download GPS-Track > erzeugt mit www.gpsies.com
- Tipp: Tourenbericht und GPS-Track offline nutzen >

Bewertung der Tour

Großer Hundstod & Ingolstädter Haus (mittel, 1900hm, 2 Tage) Fritz
Aussicht
Aufstieg
Abstieg
Natur gesamt
Verkehr & Trubel

Zusammenfassung: Top Tour! Tolel Natur, Landschaft, Hütten und nicht zuviel los! Top.

4.5


Tags: , , , , ,


2 Kommentare zu Großer Hundstod & Ingolstädter Haus (mittel, 1900hm, 2 Tage)

  1. Bernd Mareth sagt:

    Super Tour, aber eine Anmerkung zur Alternative für den Abstieg über das Seehorn.

    Der Weg zwischen der Markierung auf dem Felsen (Richtung „Hochwies“) und der Hochwies ist wohl nicht (mehr) vorhanden. Man kann eigentlich nur über eine Geröllfeld bergab laufen – war sehr unangenehm, nicht ganz ungefährlich und hat auch recht lange gedauert, weil wir nur sehr langsam voran kamen. 1:30 Std. mehr für die Alternative sind damit auch definitiv zu wenig, weil alleine die Überquerung des Geröllfelds mindestens 1 Std. gedauert hat.

    • Fritz sagt:

      Servus Bernd, danke für den Hinweis.
      War das Geröllfeld „frisch“? Könnte sein dass es einen Abrutsch gab, denn am Anfang quert man eines recht lange… Man muss zu Beginn „auf der Höhe“ bleiben, soweit ich mich erinnern kann?!
      Viele Grüße, Fritz

Dein Kommentar zu diesem Bericht:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben ↑
  • Tourensuche