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Leichte Klettertouren (I-II) IMG_1849

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Hohe Kisten im Winter (1450hm, 6:30h, II)


Die Hohe Kisten ist ein markanter Berg über Eschenlohe und in seiner Vielseitigkeit nur schwer zu übertreffen. Der Berg bietet eine Vielzahl von Besteigungsmöglichkeiten im Sommer wie im Winter. Wir stellen hier eine Variante für geübte Bergsteiger vor, die sich auch im Winter in steilerem Gelände wohlfühlen. Man steigt von Eschenlohe Richtung Krottenkopf (Nachbar der Hohe Kisten) auf und gelangt so zu den Hütten ins Pustertal. Ab diesen steigt man fast immer in Falllinie zum markanten Gipfel der Hohen Kisten auf und muss kurz vor dem Gipfel aus der Rinne klettern (ca. 20hm, II). Der Abstieg durch das Kistenkar wartet analog mit einer steilen Kletterstelle (ca. 30hm, II) auf den Begeher dieser Tour. Alpines Ambiente in Sichtweite des Flachlandes nur 75km von München entfernt… toll!

Zusammenfassung Bergtour Hohe Kisten:

  • Art: Schwere Bergwanderung (bis II)
  • Höhenmeter: 1460hm Auf- & Abstieg
  • Gehzeit: Gesamt 6:30h – Aufstieg ca. 4h, Abstieg ca. 2:30h
  • Kondition: mittel
  • Technik: schwierig
  • Rundtour: ja
  • Ausrüstung: bei Schnee: Gamaschen, wasserdichte Bergstiefel. Bei eisigen Verhältnissen je nach pers. Fähigkeiten Steigeisen, Pickel evtl. sogar Seil notwendig; alternativ: Abstieg über Normalweg (Forststraße, sehr leicht)

Anfahrt Bergtour Hohe Kisten:

  • Adresse fürs Navi: Schellenbergstraße 1, 82438 Eschenlohe
  • Beschreibung von München: Autobahn 95 München-Garmisch, Ausfahrt Eschenlohe. In Eschenlohe quert man die Loisachbrücke und biegt rechts in die Krottenkopfstrasse ein. Die Straße gabelt sich ohne Beschilderung, man biegt nach rechts ein und parkt nach ca. 200m auf dem großen Waldparkplatz. (75km von München)
  • Google Routenplaner: Anfahrt Hohe Kisten – Eschenlohe

Aufstieg (nur im unteren Teil beschildert):

Zunächst wandert man auf dem gut ausgeschilderten Forstweg immer den Wegweisern Richtung Krottenkopf folgend um den Gipfel des Brandeck herum. Der Weg folgt erst der Forststraße und geht später in einen sehr steilen Pfad über. Markierungen (weiß, rote Ringe) sind vielfältig an Bäumen und Steinen vorhanden, Versteigen ist kaum möglich. Hat man die steile Flanke erstiegen, gelangt man an eine Weggabelung und folgt nun rechterhand dem Pfad, welcher der Hohen Kisten zustrebt. Man quert eine steile Schrofenflanke (Seilversicherung) und steigt anschließend in wenigen Minuten zur Pustertal – Jagdhütte auf. Ab hier ist die Wegfindung (v.a. bei Schnee) schwierig! Man überquert den Bach und die flache Wiese vor den Hütten in süd-östlicher Richtung. Zwischen den Latschen steigt man nun wieder bergan und gelangt durch einen großen Rechtsbogen bis in die Schuttfelder unter der Bergflanke. Man steigt steil im Schutt bergauf und erreicht einen Einschnitt am oberen, rechten Rand des Schuttfeldes. Hier in leichter Kletterei durchsteigen und dem Pfad weiter folgen. Man steigt gegen den Uhrzeigersinn um das komplette Hochkar herum und verlässt es ungefähr am südlichsten Punkt des Kessels.
Unsere Alternative (siehe Fotos): Je nach Schneelage kann man auch direkt der Rinne bis kurz unter den Gipfel folgen, die man am oberen Ende durch leichte Kletterei (II) verlassen kann. Nach Erreichen des Grates in wenigen Metern leicht ausgesetzt aber unschwierig zum Gipfelkreuz.

Abstieg über Kistenkar (spärlich markiert):

Vom Gipfel in südwestlicher Richtung ca. 50hm absteigen und bei einer Gedenktafel rechts (nach Norden) in das Kistenkar absteigen. Die ersten Meter verlaufen ziemlich steil und verlangen bei ungünstigen Verhältnissen evtl. sogar den Einsatz eines Seils. Wir fanden optimalen Trittschnee vor und konnten ohne Probleme den steilen Einstieg heruntersteigen. Danach gelangt man in das weite Hochkar und die steilen Schuttfelder, die zu allen Seiten talwärts ziehen. Hier kann man bei guter Schneeauflage die Steinmännchen ignorieren und direkt zum tiefsten Punkt des Kessels absteigen. Am Ende der Schuttfelder (spärlicher Bewuchs) sollte man allerdings wieder Ausschau nach Wegmarkierungen halten, um den Pfad in den Wald zu finden (oberhalb des tiefsten Punktes). Der Pfad verläuft Richtung Norden auf der orographisch linken (westlichen) Seite des Bachlaufes. Ist der Weg unter viel Schnee nicht zu erkennen, sollte man sich grundsätzlich Richtung Norden orientieren – Eschenlohe ist immer wieder durch den Bergwald in Sicht.

Karte, Höhenprofil &  Video

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Bewertung Hohe Kisten im Winter:

Hohe Kisten im Winter (1450hm, 6:30h, II) Benedikt
Aussicht
Aufstieg
Abstieg
Natur
Verkehr & Trubel

Zusammenfassung:

4.2


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