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Schwere Wanderungen Das Laliderer Biwack

Titelbild: Das Laliderer Biwack    Artikel verfasst von:

Lalidererspitze und Dreizinkenspitze (schwer, 1850hm, 14h)

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Die Lalidererspitze liegt äußerst abgelegen im Herzen des Karwendels. Die Tour ist aufgrund ihrer Herausforderungen nur sehr ausdauernden Bergsportlern mit viel Bergerfahrungen anzuraten. Von Scharnitz müssen zunächst knapp 20km mit dem Mountainbike zurückgelegt werden, danach warten 4h Aufstieg bis zur Biwakschachtel. Von hier ist die Lalidererspitze (2582m) schnell erreicht. Wer nun noch Lust auf weiterer Betätigung hat, dem wird die Besteigung der Dreizinkenspitze (2802m) ans Herz gelegt. Wer das Rüstzeug für diese Tour mitbringt, wird sie trotz (oder gerade wegen) der Schwierigkeiten genießen.

Zusammenfassung Lalidererspitze

  • Art: Schwere Bergwanderung (schwarz), wegloses, absturzgefährdetes Gelände
  • Höhenmeter: insgesamt über 1800hm in Auf- & Abstieg
  • Gehzeit: 14h 
  • Kondition: hoch, insgesamt werden 45km zurückgelegt!
  • Technik: hoch, Trittsicherheit unbedingt notwendig, Klettererfahrung bei der Ersteigung der Dreizinkenspitze
  • Rundtour: ja
  • Ausrüstung: Wanderausrüstung

Anfahrt:

  • Fürs Navi: Hinterautalstraße 422, 6108 Scharnitz, Österreich
  • Autobahn A95 Garmisch – Mittenwald – Scharnitz – nach der Brücke links in die Hinterautalstraße bis zum großen Wanderparkplatz
  • Google Routenplaner: Anfahrt Scharnitz

Wegpunkte:

Scharnitz (ca. 970m) – Kastenalm (ca. 1200m) – Roßloch (ca. 1400m) – Karl-Schuster-Biwak (2495m) – Lalidererspitze (2583m) – Dreizinkenspitze (2602m) – Roßloch – Scharnitz

Aufstieg

Von Scharnitz geht es mit dem MTB entlang der jungen Isar bis kurz vor die Kastenalm. Eine wenig befahrene Forststraße biegt hier links Richtung Roßloch ab (unbeschildert). Man fährt soweit es eben mit dem Rad geht bis zum hintersten Punkt des Talkessels (Fahrraddepot, ca. 1:30h). Ab hier geht es zu Fuß einen schmalen Pfad bergauf und es gilt den Abzweig zur Lalidererspitze jetzt nicht zu verpassen. Der Weg vom Fahrraddepot führt zunächst rechterhand des Baches und wird nach ca. 20 Minuten überquert. Augen auf! Nach der Bachüberquerung geht es kurz wieder talauswärts bevor es steil durch einen Latschengürtel bergauf geht. Nach den Latschen wegloses Gelände durch steile Schrofen. Wegmarkierungen spärlich vorhanden (rote Punkte auf einigen Felsen). Im Grund geht es immer in Falllinie bergauf bis man an die Biwakschachtel kommt (ca. 4h vom Fahrraddepot). 

Vom Biwak ist der Gipfel der Lalidererspitze schnell erreicht. Der Tiefblick zum Ahornboden ist atemberaubend schön!

Wer nun noch Kraft in den Beinen hat, quert man unter dem Gipfel der Laliderer Wand nach Osten (steile, absturzgefährdete Schrofen) bis man unter die Dreizinkenspitze gelangt. Eine steile Rinne trennt den östlichsten “Zinken” von den anderen beiden Gipfeln. Diese Rinne klettert man hinauf und steht nach ca. 15 Minuten am Gipfelkreuz. Abstieg wieder durch die Rinne und weiter talwärts in Falllinie durch das Roßkar. Irgendwann tauchen auch wieder Wegmarkierungen auf, mit Hilfe derer man wieder zu den Fahrrädern gelangt. Orientierungsvermögen und ein Gespür sind dennoch unabdingbar um hier zügig vorwärts zu kommen! Mit dem MTB geht es unschwierig und zügig wieder nach Scharnitz, wo man dankbar den schweren Rucksack abstellen kann! 

Hinweise

  • Das Karl-Schuster-Biwak (auch: Lalidererbiwak) ist eine ganzjährig geöffnet, unbewirtete Notunterkunft mit einem Notfalltelefon, 6 Betten mit Decken. Das Biwak darf nicht für geplante Übernachtungen benutzt werden!
  • Bitte beachten: kein Trinkwasser weit und breit! 

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Karte & Höhenprofil

- Download GPS-Track >
- Tipp: Tourenbericht und GPS-Track offline nutzen >

Bilder

Bewertung

Lalidererspitze und Dreizinkenspitze (schwer, 1850hm, 14h) https://www.bergtour-online.de/wp-content/uploads/2012/12/Laliderer-Spitze-049-pmsxx.jpg
Aussicht
Aufstieg
Abstieg
Natur
Verkehr & Trubel

Zusammenfassung:

4.5


Bewertung der User: 3,3 (13 Bewertung)

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11 Kommentare zu Lalidererspitze und Dreizinkenspitze (schwer, 1850hm, 14h)

  1. Florian Schranz sagt:

    Das Biwak als geplante Schlafstelle zu beschreiben ist eine Frechheit. Ein Notbiwak dient Leuten, wie der Name sagt, in der Not eine Unterkunft brauchen und ist nicht als geplante Schlafstelle zu sehen. Nehmt die mistige Beschreibung bitte raus.

  2. Mario sagt:

    Eine Biwakschachtel ist eigentlich nur für Notfälle gedacht und nicht für geplante Übernachtungen!
    Vielleicht sollten hier einige auch mal darüber nachdenken und ansonsten Touren planen die sie an einem Tag schaffen.
    Oder a Zelt mitnehmen.

  3. Resi sagt:

    Hi! Kann man die Tour denn jetzt noch gehen, oder ist es schon zu kalt/ verschneit? Lg

  4. Moni sagt:

    Hey Ihr Lieben!
    gibt es die Möglichkeit mit einem Shuttle Taxi die Forststraße hochzufahren? In einigen Tälern gibts sowas. Hab Derzeit leider kein Bike und ich möchte diese Tour in den kommenden Wochen endlich mal anpacken :)
    LG Moni

    • Benedikt sagt:

      Servus Moni,

      im Naturpark Karwendel gibt es – Gott sei Dank – keinen Shuttleservice. Wir können nur empfehlen, Dir ein Bike zu leihen. Die Tour ist wirklich schön, aufgrund des letzten Schneefalls aktuell aber nicht empfehlenswert… Am besten noch ein paar warme Tage abwarten!

      Viele Grüße
      Benedikt

  5. Matthias sagt:

    Super Beschreibung, danke dafür.
    Lange und anspruchsvolle Tour mit herrlichem Panorama auf den Gipfeln.
    Top ausgestattetes Biwak, wir haben am Wochenende zu 7 übernachtet.
    Beim Abstieg von der 3-Zinken Spitze zu Beginn etwas weiter östlich als im GPS-Track den roten Markierungen folgen.

  6. Franzi sagt:

    Hallo Fritz,

    das Foto auf dem die Sonne über die Bergspitzen schimmert (ich nehme an früh morgens?).. und im Hintergrund ist alles noch ganz neblig… das ist der Hammer!

    Ich würde es gern etwas (farblich) nachbearbeiten und mir gedruckt aufhängen!
    Besteht die Möglichkeit das Bild zu bekommen?
    Selbstverständlich rein privat!

    viele Grüße
    Franzi

  7. Danijel K. sagt:

    Danke für den Bericht – kann man da Ende Mai schon rauf? Liegt da dann noch Schnee?

  8. Herbert sagt:

    schöner Bericht, aber ich denke die Dreizinkenspitze hast Du (mit 2802m) 200m zu hoch gemacht.

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