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Schwere Wanderungen Hochstubaihütte

Titelbild: Hochstubaihütte   Artikel verfasst von:

Hochstubaihütte (schwer, 1200hm, 6:30h)

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Die Hochstubaihütte (3173m) liegt direkt auf dem Gipfel der Wildkarspitze und ist ein tolles Tourenziel für ein zweitägige Bergtour im Hochgebirge. Die Hütte ist die höchstgelegene Hütte des DAV in den Stubaier Alpen, die dritthöchste Hütte Österreichs und eine der höchsten Hütten der Ostalpen. Die hausgemachten Spezialitäten, der herrliche Rundblick von der Zugspitze bis in die Dolomiten und unvergessliche Sonnenuntergänge lassen die Mühen des langen Aufstiegs schnell vergessen! Tipp für Hochgebirgsliebhaber!

Zusammenfassung Hochstubaihütte

  • Art: Anspruchsvolle Bergwanderung
  • Höhenmeter: 1200hm im Auf- und Abstieg
  • Gehzeit: Aufstieg ca. 3:30h, Abstieg ca. 3:00h
  • Kondition: hohe Anforderungen; nur ausdauernden Sportlern zu empfehlen
  • Technik: Wenig begangene Wege und Steige, die meist gut markiert sind. Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, die u.U. mit Seilen abgesichert sind. Trittsicherheit & Schwindelfreiheit notwendig. Altschneefelder bis in den Spätsommer!
  • Ausrüstung: Wanderausrüstung
  • Rundtour: ja

Anfahrt Hochstubaihütte

  • Adresse fürs Navi: Dorfstraße 76, 6450 Sölden, Österreich
  • Routenplaner: Anfahrt Hochstubaihütte
  • Im Detail: Im Ötztal bis nach Sölden. Im Zentrum von Sölden befindet sich der Postplatz, auf dem ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden sind. Wer sein Auto über Nacht stehen lassen möchte, benötigt eine Parkkarte  (9€ / Nacht) von der Tourismusinformation. Alternativ kann man in der Parkgarage Gaislachkoglbahn der Bergbahnen Sölden parken. Die Tickets können online gekauft werden (zzgl. 1€ „Bearbeitungsgebühr“): https://www.soelden.com/parkticket-fuer-wanderer Vom Parkplatz überquert man die Ötztaler Ache und gelangt so zur Freizeit Arena. Gegenüber befindet sich eine kleine Bushaltestelle. Für 8,40€ (Stand 2017) wird man zu Fiegl’s Gasthaus gefahren – dort Start der Tour. WICHTIG: Fahrplan Wanderbus Windachtal beachten. Wer den Bus verpasst, muss etwa 1:30h zusätzlich einplanen und zu Fuß gehen!

Wegpunkte

Fiegl’s Gasthaus auf der Windachalm (1985m) – Seekarseen – Himmelsleiter – Hoher Nebelkogel (3211m) – Hochstubaihütte (3174m) – Laubkarseen – Kleble-Alm (1980m) – optional: Stallwiesalm – Sölden

Aufstieg Hochstubaihütte

Von der Bushaltestelle „Fiegl’s Gasthaus“ folgt man der Forststraße noch einige Meter weiter taleinwärts bis zur Windachalm. Dort zweigt nach links der beschilderte Weg zur Hochstubaihütte ab. Man folgt dem schwach ausgeprägten Pfad durch lichten Bergwald bis man zu einer beschilderten Abzweigung gelangt. Man zweigt nach rechts ab und folgt der Beschilderung Richtung „Himmelsleiter„. Der Pfad leitet nun über Wiesengelände im stetigen Zick-Zack schnell über eine ausgeprägte Stufe zum Unteren Seekarsee.

Die nächste Steilstufe wird elegant an ihrem östlichen Rand auf einem bestens markierten Steig umgangen bis man unvermittelt wieder flacheres Gelände betritt und vor dem steinernen Biwakhütterl steht. Nun über Platten springend in den Karboden, bis sich der Weg, der oftmals über Altschneefelder führt, wieder aufsteilt. Nun gewinnt man an schnell an Höhe und steigt über die treppenartig angelegte Himmelsleiter, die im oberen Teil stellenweise Drahtseilsicherungen aufweist, bis in eine kleine Scharte, in der man kurz vor der Hütte „ausgespuckt“ wird.

Wer noch Muße hat, besucht den Gipfel des Hohen Nebelkogel (3211m) in etwa 10 zusätzlichen Gehminuten, bevor man sich das wohlverdiente Weißbier auf der Hüttenterrasse schmecken lässt!

Abstieg Hochstubaihütte

Von der Hütte hält man sich in westlicher Richtung und folgt dem Steig in Richtung Laubkarseen. Der gut markierte Weg führt zunächst zum Oberen Laubkarsee, wobei oftmals noch im Spätsommer Altschneefelder überquert werden müssen. Am Unteren Laubkarsee hat man üblicherweise den Schnee hinter sich gelassen und kann sich an heißen Sommertagen sogar ein erfrischendes Bad genehmigen, bevor man den weiteren Abstieg zur Kleble-Alm beginnt. Der schöne Pfad führt über liebliche Almwiesen entlang von wilden Bachläufen und quert schließlich die Flanke des Hohen Söldenkogel.

An der Kleble-Alm muss man sich bei einem Erfrischungsgetränk entscheiden, ob man mit dem Bergsteigerbus abfährt (wichtig: Fahrplan Wanderbus Windachtal beachten (Abfahrt nur: 14:30, 15:45 und 17:15 Uhr!) oder zur Fuß über die Stallwiesalm nach Sölden absteigt (+0:45h)

Passende Wanderkarte

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Hinweise

  • Einkehrmöglichkeit: Hochstubaihütte, Hüttenwart: Heiko Kunath, Tel: +43 720 920305, Mail: grollmustom [ät] tmo.at
  • Fiegl’s Gasthaus auf der Windachalm, Handy-Nummer: 0043 664 86 173 41
  • Kleble-Alm, Tel.: 0043 5254 3245

Bilder Hochstubaihütte

Karte & Höhenprofil

- Download GPS-Track > erzeugt mit www.gpsies.com
- Tipp: Tourenbericht und GPS-Track offline nutzen >

Bewertung der Tour

Hochstubaihütte (schwer, 1200hm, 6:30h) Benedikt
Aussicht
Aufstieg
Abstieg
Natur
Verkehr & Trubel

Zusammenfassung: Traumhafte Zweitagestour für erfahrene Bergsteiger, die etwas Organisation für An- und Abreise nicht scheuen!

4.9


Bewertung der User: 3,7 (3 Bewertung)

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6 Kommentare zu Hochstubaihütte (schwer, 1200hm, 6:30h)

  1. Lukas sagt:

    Hallo Zusammen,
    mein Kollege und ich wollen diese Tour anfang September wandern.
    Ist diese Tour an einem Tag machbar, oder sollte man auf jeden Fall oben auf der Hütte nächtigen?

    Danke im Voraus.

    Grüße
    Lukas :)

  2. Martin sagt:

    Großartiger Tour und atemberaubende Aussicht am Gipfel. Schnee gab es nur an drei kleinen Abschnitten. Steigeisen und Pickel können zu Hause gelassen werden. Allerdings ist es empfehlenswert die Tour bei trockener Wetterlage zu machen. Auf den letzten Metern kann Nässe für unerfahrene Bergsteiger wie mich dann doch gefährlich werden.

    Ist unser neuer Lieblingsberg. Haben den Gipfel für unsere Verlobung missbraucht :) Leider gab es kein Gipfelbuch.

    VG

  3. Fritz sagt:

    Hallo Dee, danke für Deinen Kommentar. Für die Hochstubaihütte braucht man keine Steigeisen/ Pickel; für Windacher Daunkogel nicht unbedingt, aber empfehlenswert. Im Zweifel bei Hüttenwirt nachfragen. Wir haben das gleich angepasst. VG

  4. Dee sagt:

    Braucht man für die Tour wirklich einen Hochtourenpickel und Steigeisen?

    Are ice pick and climbing irons really necessary for this tour?

  5. Sami sagt:

    Nothing but positive to say about the tour! Absolutely stunning experience for a „mountain-noobie“ like me.

  6. Adrian sagt:

    Great tour. We’ve made it without the bus, so from the bottom. We’ve did it in 11 hours and 24 km :). The sights were beautifull. Hoher Nebelkogel ist a must see!

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