Klettersteige im Kaisergebirge
Kaum ein Gebirge wirkt so schroff wie der Wilde Kaiser: helle Wände, scharfe Grate, dahinter das grüne Inntal. Wer hier in die Drahtseile greift, bekommt Fels satt — und Gipfel, die man von weitem wiedererkennt. Die drei Klettersteige in dieser Übersicht sind wir selbst begangen.
Der schönste Einstieg ist der Maiklsteig mit Gscheuerkopf (A/B, 700 hm, vier Stunden): eine kurze, knackige Rundtour im Niederkaiser mit Drahtseilen und drei steilen Leitern — bei uns die am besten bewertete Tour der Gegend. Deutlich mehr Ausdauer verlangt der Scheffauer über den Widauersteig (B, 1300 hm, acht Stunden) mit grandioser Gipfelaussicht vom 2111 m hohen Scheffauer. Und die Ellmauer Halt über den Gamssängersteig (B, 1250 hm) bringt Dich auf 2344 m — den höchsten Punkt im Wilden Kaiser.
Klettersteigset, Helm und Gurt sind hier Pflicht, dazu Trittsicherheit und ein Kopf für ausgesetzte Passagen. Und plane das Wetter ein: Die Kaiserwände sind lang, Gewitter am Nachmittag kommen schnell — im Zweifel lieber früh los oder verschieben.



































