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Tipps & Tricks Drohnen in den Bergen

Titelbild: Drohnen in den Bergen    Artikel verfasst von:

Drohnen in den Bergen

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Seit langem beschäftigen wir uns damit, noch attraktivere Bilder von unseren Touren und von Berggipfeln zu machen. Besonders die Vogelperspektive auf Berge hat ihren Reiz, womit man relativ schnell zum Thema Einsatz von Drohnen in den Bergen gelangt. Mittlerweile gibt es unzählige Anbieter von unbemannten Fluggeräten, meistens Quadrocopter, die so ausgereift sind, dass man sie problemlos und ohne große Verlustängste mit auf die Bergtouren nehmen kann, um tolle Fotoaufnahmen von oben zu generieren. Wir haben uns einige Gedanken gemacht, worauf man achten sollte, wenn man plant einen Drohne mit auf den Berg zu nehmen. Auch einige Hersteller haben hierzu gute Tutorials gemacht, z.B. Yuneec (Mehr erfahren >). Unsere Tipps sind natürlich alle ohne Gewähr und sicher nicht allumfassend; wir hoffen aber, Euch etwas bei Euren Überlegungen zu helfen! 

Generell

Drohnen entwickeln meist relativ unangenehmen Lärm und stören entsprechend die Natur. Gerade in ruhigen Ökosystemen kann die Drohne Stress bei Tieren auslösen, ganz zu schweigen von ruhesuchenden Wanderern. Natürlich kosten die Herstellung des Geräts sowie der Transport (meist aus Asien) viel Energie und Akkus sind generell nicht besonders umweltfreundlich. Man sollte es sich also gut überlegen, ob man eine Kameradrohne wirklich benötigt und die Fotos/Videos verarbeiten kann oder ob die Drohne nach kurzer Zeit in den Keller wandert. Im Zweifel spart das Geld und eure Nerven!

Rechtliche Lage

In Nationalparks, Naturschutzgebieten und Vogelschutzgebieten sind Drohnen generell verboten (interaktive Karte (Hier klicken >). Darüber hinaus gibt es weitere Flugbeschränkungsgebiete, sogenannte NoFly Zones (Hier klicken >). Erkundigt Euch im Zweifel im Vorfeld von Flügen bei den zuständigen Behörden (in Bayern: Luftamt Süd>). Zudem benötigt ihr eine spezielle Haftpflichtversicherung, die in den üblichen Haftpflichtversicherungen nicht enthalten ist! Weitere Tipps findet ihr in einschlägigen Foren wie www.kopterforum.dewww.drohnen-forum.de.

Aktuell befindet sich eine Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten des Bundesverkehrsministeriums in der finalen Abstimmung. Noch in 2017 dürfte die Verordnung rechtsgültig werden und damit verpflichtend für alle Betreiber von unbemannten Fluggeräten. Der Entwurf sieht unter anderem folgende Rahmenbedingungen vor: 

  • Kennzeichnungspflicht: Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme ab einer Startmasse von mehr als 0,25 kg müssen künftig gekennzeichnet sein, um im Schadensfall schnell den Halter feststellen zu können. Die Kennzeichnung erfolgt mittels Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers.
  • Kenntnisnachweis: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 2 kg-Kilogramm ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich. Der Nachweis erfolgt durch a) gültige Pilotenlizenz, b) Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (auch online möglich), Mindestalter: 16 Jahre.
  • Erlaubnisfreiheit: Für den Betrieb unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb einer Gesamtmasse von 5 kg ist grundsätzlich keine Erlaubnis erforderlich.
  • Betriebsverbot: Ein Betriebsverbot gilt künftig für unbemannte Luftfahrtsysteme u.a.
    – außerhalb der Sichtweite für Geräte unter 5 kg;
    – in und über sensiblen Bereichen, z.B. Naturschutzgebieten;
    – in Kontrollzonen von Flugplätzen (auch An- und Abflugbereiche von Flughäfen)
    – in Flughöhen über 100 Metern über Grund
    – Ihr seht also, es gibt diverse Fragen die man zuerst beantwortet haben sollte, bevor die Drohne in den Rucksack wandert.

Gewicht der Drohne

Natürlich ist es sehr wichtig, das eine Drohne möglichst leicht und kompakt ist, wenn sie (zu Fuß) auf die Berge mitgenommen wird. Die super kompakte DJI Mavic Pro wiegt beispielsweise nur ca. 750 Gramm, eine Yuneec Breeze ca. 400 Gramm, eine Typhoon 4K ca. 1,6 kg. Und es gibt weitere Drohnen, die je nach Ausstattung und Leistung wesentlich leichter oder schwerer sind. Wichtig sind neben dem Gewicht natürlich die Flugeigenschaften, eine intuitive Steuerung und die Qualität der Kamera und der Kamerasteuerung. Man sollte sich also im Vorfeld einer Kaufentscheidung genau überlegen, welche Missionen geflogen werden sollen und welche Qualität man erreichen will. Hier helfen mit Sicherheit die o.g. Foren weiter. 

Kompaktheit

Will man die Drohne in den Bergen einsetzen, muss die Drohne mitsamt Akku(s), Fernsteuerung, etc. natürlich in den Rucksack passen. Verschiedene Hersteller bieten bereits spezielle Rucksäcke zum Transport an, diese eignen sich aber meist nicht dafür, weitere Gegenstände (Brotzeit, Gipfelbier, etc.) zu transportieren. Insofern bieten sich für Bergsteiger besonders die kompakten, faltbaren oder zerlegbaren Drohnen an, die in den üblichen Wanderrucksack passen. 

Akkulaufzeit

Bei den meisten Geräten in der relevanten Größenklasse beträgt die Akkulaufzeit 20-30 Minuten. Dabei sollte man berücksichtigen, dass diese Laufzeit meist bei Idealbedingungen (wenig Wind, Raumtemperatur) gemessen ist. Da es in den Bergen oft kälter und windiger ist, könnt ihr davon ausgehen dass die Akkulaufzeit deutlich geringer ausfällt. Nehmt daher am besten einen oder mehrere Ersatzakkus mit, haltet die Akkus immer warm / isoliert und achtet stets auf die Akkuanzeige!

Steuerung

Die Steuerung erfolgt in der Regel über Smartphone, eine eigene Fernbedienung der Drohne oder eine Kombination aus beidem. Für Bergsteiger sind aus Gewichtsgründen besonders die Smartphone-gesteuerten Modell zu empfehlen. In diesem Fall muss man natürlich auch die Akkulaufzeit des Smartphones im Blick haben. Gerade bei niedrigen Temperaturen schaltet sich ein iPhone gerne mal abrupt aus. Hochwertige Drohnen kehren dann zwar selbstständig zurück, dennoch sollte dies unbedingt vermieden werden. Es empfiehlt sich, eine Powerbank oder Ersatzakkus einzupacken.

Weitere Tipps

  • Berge sind meist gleichbedeutend mit schwierigem Gelände. Man sollte also viel trainieren und das Verhalten seiner Drohne genau kennen, bevor man im Steilgelände mit der Drohne startet und landet!
  • In sehr großen Höhen wird die Luft dünner und die Leistung der Drohne dementsprechend geringer. Dazu kann noch kräftiger Wind kommen, was schnell zum Verlust der schönen Kameradrohne führen kann. Wir empfehlen, nur bei Schönwetter mit der Drohne in die Berge zu ziehen. 
  • Ersatzpropeller und Akkus für Drohne und Fernbedienung mitzunehmen schadet nicht.
  • Im Zweifelsfall sind immer betroffene Grundstücksbesitzer und/oder zuständige Behörden vor einem Einsatz zu konsultieren.
  • Respektiert die (gesetzliche) Privatsphäre von Mensch / Wanderer und Tier
  • dont drink & fly!

Fazit

Drohnenaufnahmen in den Bergen können tolle Resultate bringen, die lange Freude machen und tolle Erinnerungen sein können. Aber es ist alles andere als leicht. Checkt also die rechtliche Lage in Eurer Region, übt ausreichend im Flachland und tastet Euch langsam an größere Höhen. Viel Spaß dabei :)

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15 Kommentare zu Drohnen in den Bergen

  1. Saeb sagt:

    Ich wünsche mir mehr Verständnis fürs Drohnenfliegen (allgemein in Deutschland) und vor allem in den Bergen auf den Berggipfeln, wo man sein ganzes Equipment mitträgt, mitschleppt und manchmal sogar nach einer langen Kletterei mitnimmt um die unglaublichen und einzigartigen Aufnahmen möglich zu machen und diese die Welt mitzuteilen oder sogar neue Perspektiven zu ermöglichen. Was aber eigentlich traurig ist, dass man in den Naturschutzgebieten Bäume sägen, Feuer machen, neue Seilbahn-Anlagen oder Skistationen bauen darf. Man darf auch gleitschirmfliegen, Segelflugzeuge fliegen und Mountainbikeen, da sagt keiner was oder ruft die Bergwache an aber eine Drohne fliegen ist eine Straftat!. Außerdem interessiert sich kein Drohnenflieger für Aufnahmen von Menschen im Gegenteil wenn keine Menschen in den Aufnahmen zu sehen sind, sind diese Aufnahmen traumhafter.

    Liebe Grüße von einem leidenschaftlichen Drohnenflieger

  2. Michael Abel sagt:

    Da wo es erlaubt ist zu fliegen, sehe ich keinen Diskussionsbedarf. Die Berge sind für alle da!!! Gegenseitige Rücksichtnahme ist das Zauberwort. Wenn ich am Gipfel die Drohne auspacke, während 20 Leute drum herum stehen und die Ruhe genießen, ist das natürlich nicht schön, auch wenn es erlaubt ist. Warte ich aber, bis ich alleine bin oder die anderen es nicht stört, ist das kein Thema. Neulich auf dem Brecherspitz auch gefragt. Man hatte Angst um die Privatsphäre. Nach dem Flug haben wir die Bilder geschaut und die Skeptiker sagten “Was ein tolles Bild und uns kann man ja von so weit weg gar nicht erkennen”. Die Kritiker sind meist Menschen die aus Angst vor dem Unbekannten reagieren. Das sind oft generell der Typ Menschen, die Fremde hassen aus Angst, die jetzt auf die Straße gehen und Verschwörungstheorien verbreiten aus Angst und eben Drohnen hassen, aus Angst. Traurig aber wahr, denn jeder, der Skeptiker, der sich mal die Mühe machte, meine Bilder anzusehen, egal ob Wanderer oder Hüttenwirte, waren hinterher begeistert und haben ihre Einstellung geändert. Solange man einsieht, die Berge gehören einem nicht allein, ist für alle Platz und für jedes Hobby, egal ob Gleitschirm, Drohne oder Bike.

  3. K.kirch sagt:

    Tja. Da kommts halt im wahrsten sinn des wortes auf den standpunkt an. Die, die die drohnen zum vergnügen fliegen lassen finden es toll, die, die unten drunter stehen halt nicht so. Dass woanders lärm ist (argument lärmende schulklasse) ist ja kein grund, auch lärm zu machen, oder? Wenn mir fünf mountainbiker auf einem schmalen weg den bergrunter hinterherdüsen gibt es ja keinen grund, den nöchsten fünf zu sagen: kommt auch noch. Ist eh nicht erlaubt hier….irgendwie muss man sich einigen .

  4. Mario sagt:

    Hallo
    ich bin seit 20 Jahren Hirte auf einer Schweizeralp und ich habe mir dieses Jahr eine kleine Drohne gekauft, eine Dji Mavic Mini.
    Ich erhoffe mir das die Drohne mir bei dr Arbeit hilfreich sein wird. Nun übe ich seit 3 Monaten und mein Fazit ist nun: Die Drohne ist eine Supersache ! Sie ist sicher zu fliegen! Ich kann alle Verstehen die gerne Naturaufnahmen möchten und durch das eine Drohne kaufen möchten. Ich bin definitiv ein Drohnen-Fan!

  5. Roland Rechberger sagt:

    Leider gibt es zu viele Nörgler und unzufriedene Leute die überall etwas zu kritisieren haben (nicht nur bei fliegen von Drohnen). Da sind die Österreicher und die Deutschen Leute Weltmeister. Zum Glück habe ich noch keine schlechte Erfahrung gemacht beim Fliegen – aber das kommt bestimmt noch! – Zum Glück gibt es auch angenehme Bürger.
    Guten Flug an Alle!

  6. k. kirch sagt:

    hi. man hört sie und sieht sie dann auch irgendwann . oder kann der fotograf im unübersichtlichen gelände um die ecke gucken(falls er /sie überhaupt rücksicht nehmen will). ich musste mir bereits 2x unhöfliche antworten auf meine höfliche bitte um ausschalten der drohne gefallen lassen. klar, wenn ich alles hochgetragen habe(oder hochgefahren bin) will ich auch fotos machen.. kann ich verstehn.ich gotografiere gern und viel. aber ich mag das gefühl nicht, von oben fotografiert zu werden, oder vielleicht auch nicht, oder ein film, oder big brother is watching you. ..uhhh
    wir müssen uns halt die berge teilen…und dorthin gehört nunmal kein lärm. die berge sind ein ruheort, oder?

    • Michael sagt:

      Unerträglich, sowas zu lesen. Für wie wichtig halten Sie sich??? Das man SIE fotografieren möchte??? Eine Drohne fliegt für gewöhnlich mindestens 30-50 m hoch, da erkennt man gar nix mehr. Ich WILL gar keine Menschen filmen oder fotografieren, sondern die Berge. Und Krach??? Mein Gott, wenn ich sehe, gerade neulich an der Zugspitze runter in die Höllentalklamm gewandert. lauter Jugendliche, Schulklassen mit den Ghettoblaster auf der Schulter. So laut, dass jedes Kitz die Flucht ergreift. Und genau DAS ist was ich meine. Die Deutsche sind krankhaft hysterisch. Alle Flüchtlinge sind Vergewaltiger, alle Drohnen Spione, lauter Vorurteile. Unerträglich bis zur Schmerzgrenze ist sowas. Aber es macht keinen Sinn. Das ist halt das typisch Deutsche. In anderen Ländern sind die Menschen gastfreundlich, zuvorkommend, auch keine Probleme mit Drohnen. Aber he, es gibt doch Ausnahmen. Am Wochenende in Hamburg an der Alster geflogen. Es kamen viele Menschen und waren einfach nur neugierig, haben nett gefragt. Es war ein Sonntag, der Ruhetag, aber alle waren freundlich. Leben und Leben lassen und nicht Kriminalpolizei spielen.
      P.S: Ich hab mir jetzt vom Regierungspräsidium eine generelle Erlaubnis für Oberbayern geholt. Da kann mir keiner mehr was, wenn ich mich an die Regeln halte. Deutschland wird an seinen Wutbürgern irgendwann zerbrechen.

  7. Michael sagt:

    Furchtbar wie un informiert manche sind. Spione. Blödsinn. Man erkennt keinen Menschen von oben und hört da auch nix.

  8. Tatjana sagt:

    Danke für die vielen Tipps! Vorallem die Links zu den Karten sind sehr hilfreich.
    Viele Grüße
    Tatjana

  9. Philip sagt:

    Das ist doch das letzte, was es braucht, eigentlich gehen wir doch in die Berge, um in der Natur zu sein und die Ruhe zu genießen, und sind diese Drohnen schon sehr überflüssige Begleiter. Außerdem muss nicht immer und überall alles gefilmt werden. Wie hieß es da so schön im Kleinen Prinz: man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar (oder so ähnlich, hab’s jetzt nicht vorliegen). Leute, konzentriert Euch doch auf das, was Ihr seht, nehmt das in Euch auf, anstatt alles und jegliches oberflächlich festhalten zu wollen!
    (Und Rücksichtnahme auf die anderen Wanderer, die sich schließlich nicht plötzlich ungefragt im Internet wiederfinden wollen, wäre auch nicht ganz verkehrt, oder?)

  10. Sabine sagt:

    Braucht’s das jetzt, dass dem Bergwanderer auf seinem Gipfel die Drohnen um die Ohren fliegen??
    Das ist doch der größte Sch….!! Wenn ich einen seh oder höre ruf ich die Bergwacht! Hat man denn nirgends mehr seine Ruhe?

    • Nik sagt:

      Was bist Du denn für einer… ? Wenn ein Flugzeug oder Hubschrauber vorbeifliegt regst Du dich sicher auch nicht auf…einfach mal dagegen reden, typisch deutsch….

      • Ahmed sagt:

        Jetzt bist Du aber ganz schön übers Ziel rausgeschossen, gell? Flugzeuge und Hubschrauber mit Drohnen zu vergleichen ist schon arg grenzwertig…

    • Peter sagt:

      ich gebe Michael in seinem Kommentar vom 25.März vollkommen recht. Nur noch Nörgler und “Naturschützer”… vor allem von Leuten die sich nie mit diesem Hobby beschäftigt haben. Und: der größte Lacher: die Bergwacht zu rufen,”wenn ich eine Drohne sehe”. Sicher wären die helfenden Hände dieser, oft auf freiwilliger Basis arbeitenden, Menschen schnell an Ort und Stelle, aber im Notfall würden sie sich nicht um eine fliegende Drohne kümmern, sondern doch wohl mit Sicherheit um ein Menschenleben zu retten.Oder?

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