Leichte Hochtouren
Leicht ist bei Hochtouren ein relativer Begriff: Die Kletterstellen bleiben einfach, die Steigungen moderat — aber Gletscher bleibt Gletscher. Du solltest ausdauernd sein, mit Steigeisen sicher gehen können und wissen, wie eine Seilschaft über Spaltenzonen läuft. Als Einstieg oberhalb der Wanderwege sind diese Touren ideal, als Selbstläufer taugen sie nicht.
Der Habicht im Stubai ist für uns die perfekte erste Hochtour: konditionell fordernd, technisch überschaubar und mit Hüttenübernachtung gut aufzuteilen. Der Piz Morteratsch im Bernina führt über weite Firnflanken auf eine mächtige Eispyramide, und der Dom im Wallis zeigt, wo die Grenze zum Mittelschweren verläuft: technisch machbar, aber sehr lang und hoch.
Aus eigener Erfahrung: Auch auf leichten Hochtouren gehen wir angeseilt über den Gletscher und legen die Steigeisen an, bevor es heikel wird — nicht mitten im Hang. Übe Knoten und Spaltenbergung im Tal, nicht am Berg. Und steig in den kühlen Stunden auf, wenn der Firn trägt.



































