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Mittlere Klettertouren (III-IV) Kopftörlgrat - Ellmauer Halt

Titelbild: Kopftörlgrat - Ellmauer Halt   Artikel verfasst von:

Kopftörlgrat (III+, 1240hm, 9h)

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Die Kletterführe über den Kopftörlgrat verläuft imposant und ausgesetzt über sechs Türme direkt auf den höchsten Punkt im Wilden Kaiser, die Ellmauer Halt (2344m). Die Führe gehört zu den großen Kaiser-Klassikern und auch heute verwundert an so manch exponierter Kletterstelle die Kühnheit des Erstbegehers Georg Leuchs! Der Fels ist fest und schön griffig und die Routenführung abwechslungsreich. Tourentipp für Gratliebhaber!

Zusammenfassung Kopftörlgrat

  • Art: Klettertour
  • Höhenmeter: 1240hm im Auf- und Abstieg
  • Gehzeit: Aufstieg ca. 1:30h, Abstieg ca. 2:30h
  • Kondition: hohe Anforderungen; nur ausdauernden Sportlern zu empfehlen
  • Technik: Meist wegloses Gelände im Fels ohne Markierungen. Deutliche Absturzgefahr in heiklem, exponiertem Gelände. Sehr guter Orientierungssinn, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig. Zudem ausgereifte Alpinerfahrung und Vertrautheit im Umgang mit alpintechnischen Hilfsmitteln.
  • Ausrüstung: Kletterausrüstung
  • Rundtour: ja

Anfahrt Kopftörlgrat

  • Adresse fürs Navi: Wochenbrunnweg 44, 6352 Ellmau, Österreich
  • Google Routenplaner
  • Im Detail: Inntalautobahn bis Ausfahrt Kufstein Süd. Über Scheffau nach Ellmau, nach dem Ortseingang von der Schnellstraße abfahren und den Wegweisern Richtung Kaisergebirge – Wochenbrunn folgen. Zuletzt Mautstraße. Parken an der Wochenbrunner Alm.

Wegpunkte

Wochenbrunner Alm (1080m) – Gruttenhütte (1620m) – Kopftörl (2058m) – Leuchsturm – Ellmauer Halt (2344m) – Gamssängersteig – Gruttenhütte – Wochenbrunner Alm

Route Kopftörlgrat

Zustieg Kopftörl

Von der Wochenbrunner Alm folgt man der Beschilderung zur Gruttenhütte (Weg Nr. 825; Dauer: ca. 1:00). Von der Gruttenhütte Richtung Hochgrubachkar und an einem Abzweig rechts der Beschilderung ins Kopftörl folgen (Dauer: ca. 1:15h ab Gruttenhütte).

Route Kopftörlgrat

Vom Kopftörl steigt man eine 12 Meter hohe Rinne auf den Grat und folgt auf der anderen Seite nun dem deutlich sichtbaren Pfad nach Westen in die Südflanke. Dieser führt annähernd waagrecht und stellenweise sehr exponiert bis zu einem sehr engen Durchschlupf zwischen zwei Felsen. Danach rechts durch ein Rinnensystem (III) aufwärts in die Scharte zwischen 1. und 2. Turm. 

Aus der Scharte rechts durch eine Rinne (II) empor und wieder wenige Meter hinab in die nächste Scharte. Nun links durch eine Rinne auf die Grathöhe hinter dem Gipfel des 2. Turms und weiter unschwierig in die Scharte vor dem 3. Turm.

Aus der Scharte  links in einem aufwärts ziehenden Riss (III-) und an dessen Ende gerade hinauf (III) und nach rechts in eine Scharte (III). Nun auf einem Band in der Nordseite nach Westen queren und wieder aufwärts auf den Grat. Jenseits kurz hinab und rechts durch einen Kamin empor und unter dem Klemmblock am oberen Ende hindurch (III). Nun weiter in die Scharte vor dem 4. Turm (Leuchsturm).

Zunächst einige Meter leicht links haltend empor bis zu einem Schlaghaken. Nun dem Kamin ca. 15 Meter gerade empor folgen und dann nach rechts ausqueren. Hinter einem Vorsprung befindet sich ein Klebehaken. Von hier weiter nach rechts ansteigend bis zur abfallenden Wand und weiter hinauf. Nach einigen Metern quert man wieder nach links in den zur Rinne verkümmerten Kamin. In diesem bis zum Gipfelgrat, auf dem massive Abseilstellen der Bergwacht eingerichtet sind. Nun leicht absteigend in der Südflanke entlang von Steigspuren bis zu einem erst zuletzt erkennbaren Spalt. Durch ihn hindurch bis zu einem senkrechten Abbruch. Nun sehr luftig nach rechts (Haken) hinunter über eine Platte und einen kurzen Kamin (III) in die Scharte vor dem 5. Turm.

Den 5. Turm (Kapuzenturm) umgeht man nordseitig auf Steigspuren. Der 6. Turm wird zunächst über eine steile Platte (III, Haken) gerade empor erklettert bis zu einem Band, das nach links Richtung Grat führt. Eine steiles Wandl führt im Aufstiegssinn links auf den Grat. Südseitig unschwierig in die Scharte vor dem Gipfel. Man steigt nordseitig wenige Meter hinab und quert dann waagrecht in die Nordflanke  zu einem Kamin. Durch diesen steil nach oben und nach links aus dem Kamin heraus (IV-). Nun leichter auf den Grat und zum Gipfel der Ellmauer Halt (2344m).

Abstieg Ellmauer Halt

Vom Gipfel zunächst nach Westen zur Babenstuber Hütte (Biwak) absteigen und weiter über den Gamssängersteig hinab zur Gruttenhütte (Klettersteig B/C; Dauer: 1:00 – 1:30h). Von dort auf bereits bekanntem Steig zur Wochenbrunner Alm.

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Hinweise

  • Einkehrmöglichkeit 1: Wochenbrunner Alm, ganzjährig geöffnet, Tel. + Fax +43/5358/2180, E-Mail: info@wochenbrunn.com
  • Einkehrmöglichkeit 2: Gruttenhütte, 2017 keine Übernachtung, kein Telefon

Bilder Kopftörlgrat

Karte & Höhenprofil

- Download GPS-Track > erzeugt mit www.gpsies.com
- Tipp: Tourenbericht und GPS-Track offline nutzen >

Bewertung der Tour

Kopftörlgrat (III+, 1240hm, 9h) Benedikt
Aussicht
Aufstieg
Abstieg
Natur
Verkehr & Trubel

Zusammenfassung: Traumtour mit schönen Kletterstellen! Oft unterschätzt aber lohnenswert.

4.8


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